Pro-russischer Präsident will neuen Namen für Tschetschenien

4. Oktober 2006, 15:33
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"Nochtschien" soll der Krisenregion zu einem besseren Image verhelfen

Moskau - Nach einem Jahrzehnt Krieg soll Tschetschenien nach dem Willen seiner pro-russischen Regierung einen neuen Namen erhalten. Die russische Teilrepublik solle in Zukunft "Nochtschien" heißen, forderte Präsident Alu Alchanow am Montag. "Der Name Tschetschenien hat einen negativen Beigeschmack und ist negativ besetzt", sagte Alchanow bei einem Besuch in St. Petersburg.

Der von ihm vorgeschlagene Name leite sich von der Bezeichnung der Tschetschenen in deren eigenen Sprache ab. "Wenn wir als Ausgangspunkt den Namen für unser Volk nehmen, dann sind wir Nochtschen", sagte er in einem Radiointerview.

In der Kaukasus-Republik selbst sind zwei Namen gebräuchlich. Die russische Version der Verfassung bezeichnet diese als "Tschetschenien", während in der tschetschenischen Übersetzung von "Nochtschien" die Rede ist. Die pro-russische Regierung bemüht sich seit längerem darum, das Image der Teilrepublik zu verbessern. Durch den jahrelangen Krieg zwischen der russischen Armee und tschetschenischen Separatisten herrscht in weiten Teilen Chaos und Zerstörung. (APA/Reuters)

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