Zehn Betriebe in Österreich betroffen

5. Oktober 2006, 12:30
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Ministerium: Absolut keine Gesundheits­gefährdung - Aufsichtsbehörden der Bundesländer sind informiert

Wien - Zehn Betriebe und fünf Bundesländer sind in Österreich von dem in der vergangenen Woche in Deutschland aufgeflogenen Skandal um "Gammelfleisch" betroffen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag in einer Aussendung mit.

Liste der Bundesländer

Alle Lebensmittelaufsichtsbehörden der Bundesländer seien am Freitag und Samstag informiert worden, wie Ulrich Herzog, Bereichsleiter für Verbrauchergesundheit im Ministerium sagte. Erste Ergebnisse der Kontrollen lägen bereits vor: Demnach wurden in Tirol und Wien jeweils in drei Betrieben "Gammelfleisch" entdeckt. In der Steiermark wurde ein Fall bekannt und in Niederösterreich wurde in zwei Betrieben schlechtes Fleisch gefunden. Dort wurde die Ware bereits beschlagnahmt und vernichtet.

Entwarnung aus Kärnten

Aus Kärnten gab es indessen am Montag Entwarnung: Entgegen ersten Meldungen habe der in Verdacht stehende Klagenfurter Catering-Betrieb kein Fleisch, sondern nur Muffin-Teig von der Pier 7 Foods Handels GmbH aus Gröbenzell, die in den Skandal um verdorbenes Fleisch in Deutschland verwickelt ist, bezogen, ließ der Kärntner Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl mitteilen. Auf konkrete Ergebnisse aus den anderen Bundesländern wird noch gewartet.

Laut Informationen der EU sowie der österreichischen Kontrollorgane sei absolut keine Gesundheitsgefährdung gegeben, betonte das Ministerium. "Die Kontrolle der österreichischen Betriebe, die Fleisch in Kühlhäusern lagern, ist vorbildhaft und strenger als innerhalb der EU üblich", so Herzog weiter. "Insgesamt gibt es derzeit 10.000 Kühlhäuser in Österreich. Sofern sie offenes Fleisch lagern, werden sie ein Mal pro Monat, bei verpacktem Fleisch zwei Mal pro Jahr kontrolliert." (APA)

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