Hummel-Figuren-Hersteller Goebel fast gerettet

5. Oktober 2006, 16:08
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Der insolvente Hersteller der bekannten Hummel-Figuren konnte mit einem Kredit das Weihnachtsgeschäft sicherstellen

Rödental - Der insolvente Hersteller der bekannten Hummel-Figuren, die Firma Goebel aus Rödental bei Coburg, wird wahrscheinlich weiter bestehen bleiben. Die Hausbank habe einen Massekredit gewährt, mit dem alle Lieferanten bezahlt würden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

"Ich sehe bei Goebel sehr gute Chancen für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs", sagte Insolvenzverwalter Siegfried Beck. Möglicherweise könne die Firma noch vor Weihnachten aus der Insolvenz entlassen werden. Mit dem Kredit sei auch das Weihnachtsgeschäft sichergestellt.

Sanierungsplan in Arbeit

Momentan werde an einem Sanierungsplan gearbeitet, der den Gläubigern dann vorgestellt werden soll. "Es kann sein, dass wir Mitarbeiter kündigen müssen", sagte Unternehmenssprecher Matthias Dachwald. Einzelheiten stünden aber noch nicht fest. Goebel wolle in Zukunft neue Wachstumsmärkte wie Osteuropa oder Asien zügiger ausbauen und sein Marketing in den Kernmärkten Deutschland und den USA verbessern. Auf der Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt im Februar 2007 sollen zudem Neuheiten vorgestellt werden.

Die Figuren der niederbayerischen Klosterschwester Maria Innocentia Hummel sicherten dem Unternehmen über mehrere Jahrzehnte den wirtschaftlichen Erfolg. 1998 beschäftigte Goebel 1.450 Mitarbeiter, heute sind es noch 550. (APA/dpa)

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