Italien nicht weltmeisterlich

3. Oktober 2006, 19:19
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Azzurri in Neapel nur 1:1 gegen Litauen - Deutschland setzt sich knapp gegen Irland durch - Zittersieg von Holland in Luxemburg

Wien - Ausgerechnet Weltmeister Italien hat am Samstag einen Fehlstart in die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz hingelegt. Die von Roberto Donadoni betreute Squadra kam in Neapel gegen Litauen nicht über ein 1:1 hinaus. Danilevicius hatte die Balten in Führung geschossen (21.), Filippo Inzaghi gelang zwar relativ schnell der Ausgleich (30.), doch ein weiteres Tor wollte nicht fallen. Chancen dazu gab es einige, besonders in Halbzeit zwei, die die Italiener deutlich besser absolvierten. Donadoni muss sich vor der Neuauflage des WM-Finales am Mittwoch in St. Denis gegen Frankreich (3:0 in Georgien) aber wohl trotzdem einige Kritik gefallen lassen.

Für Gennaro Gattuso ist das bevorstehende Duell schon der Wegweiser zur EM. "Unser Besuch in Frankreich wird entscheidend sein." Inzaghi zeigte sich aber kämpferisch. "Wir werden nicht so enden wie die Weltmeister von 1982." Das Team hatte die Qualifikation für die EM 1984 in Frankreich verpasst.

Norwegen demütigt Ungarn

In der Gruppe C landete Europameister Griechenland einen mühsahmen 1:0-Erfolg in Moldawien. Nachdem Basinas in der 79. einen Elfer vergeben hatte, sorgte in der Schlussviertelstunde Liberopoulos (79.) für das erlösende Tor, mit dem die Griechen die drei von Teamchef Otto Rehhagel geforderten Punkte einfuhr. Einen überzeugenderen Erfolg feierten die Norweger mit dem 4:1 (3:0) in Ungarn, den Gastgebern gelang erst in der 89. Minute das Ehrentor. Solskjaer war mit zwei Treffern der Matchwinner für die Skandinavier. Im dritten Match feierte Bosnien-Herzegowina mit dem Ex-Austrianer Sasa Papac (bis zur 61. Minute) in Malta einen erwartet klaren 5:2-(3:1)-Sieg.

Zwei Sebo-Tore für Slowakei

In Gruppe D setzte sich der WM-Dritte Deutschland im mit 53.198 Zuschauern ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion gegen Irland dank eines Podolski-Tors nach indirektem Freistoß, der von Robbie Keane unhaltbar für den überragenden Schlussmann Shay Given abgefälscht wurde (57.), hochverdient 1:0. Die ersatzgeschwächten Tschechen kamen in Teplitz gegen Wales nach zwei Toren des eingewechselten Debütanten David Lafata zu einem mühsamen 2:1-(0:0)-Erfolg, während die Slowakei nach einem 6:1-(3:0)-Triumph über Zypern erster Tabellenführer ist. Ex-Austrianer Filip Sebo steuerte ebenso wie Marek Mintal zwei Treffer bei, Rapid-Legionär Hlinka spielte bei den Gastgebern durch.

Blamage für Polen, Punkt für Baric

Otto Baric schaffte im seinem Pflichtspiel-Debüt als Albanien-Trainer mit dem 2:2 in Weißrussland einen Achtungserfolg. Auch Rumänien und Bulgarien trennten sich 2:2, während die Niederlande in ihrem Auftaktspiel in der Gruppe G mit einem mühsamen 1:0-Erfolg in Luxemburg für Angstschweiß bei den Oranje-Anhängern sorgten. Mathijsen sorgte schon in der 18. Minute für den Endstand.

In der Gruppe A blamierte sich Polen mit der 1:3-Heimniederlage gegen Finnland (der Austrianer Radomski spielte durch), auch Serbien bot in Belgrad über Aserbaidschan eine schwache Vorstellung. 2,02-m-Stürmer Zigic gelang in der 72. Minute aber noch der erlösende Treffer für die Hausherren. (APA/Reuters/dpa)

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    Italiens Abwehr schnurrte gegen Litauen nicht wie gewohnt, auch die Abstimmung zwischen Fabio Cannavaro und Gianluigi Buffon klappte nicht immer.

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