Schweiz: Minimallösung zum Mutterschutz abgelehnt

23. Juni 2000, 13:22

Eine 14-wöchige Mutterschutz- Frist soll statt dessen behandelt werden

Zürich - Der Nationalrat hat am Freitag eine Minimallösung zum Mutterschutz mit 99 zu 75 Stimmen abgelehnt. Der am 17. Juni 1999 eingereichte parlamentarische Initiative der Nationalrätin Christine Egerszegi (FDP/AG) war damit kein Erfolg beschieden.

Stattdessen kam mit 114 zu 62 Stimmen eine Kommissionsmotion durch, die die 14-wöchige Mutterschutz-Frist vorsieht. In den ersten acht Wochen nach der Geburt soll dabei der Lohn weitergezahlt werden. In den sechs folgenden Wochen würde erwerbstätigen Frauen der Lohnausfall über die EO-Kasse ersetzt. Die Motion werde vermutlich in der Herbstsession vom Ständerat behandelt, sagte eine Sprecherin der zuständigen Kommission.

Die Initiative Egerszegi wurden vor allem von Linken und der Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) abgelehnt, um andere Lösungen zu ermöglichen. (Reuters)

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