Wiener PC-Händler Birg droht Pleite

9. Oktober 2006, 12:04
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88 Jobs in Gefahr - 4,6 Millionen Schulden - Filialen sollen geschlossen werden

Über den Wiener Computerhändler Manfred Birg (Birg Computer HandelsgmbH ) wurde laut KSV am Freitag der Konkurs eröffnet, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in der Wochenendausgabe. Einige Filialen sollen geschlossen werden, welche stehe noch nicht fest.

Schulden

Der Computer- und Computerersatzteil-Händler, der neun Filialen unterhält, darunter in der Wiener Lugner City, im SCS Multiplex und in der Shopping City Nord, hat demnach 4,57 Mio. Euro angehäuft, die Beendigungsansprüche (Abfertigungen) der 88 Mitarbeiter sind dabei noch nicht eingerechnet. Die größte Brocken der Schulden entfalle auf einen Grosslieferanten, 416.000 Euro auf die Hausbank BA-CA.

Umsatzeinbruch

Als Pleite-Ursache führt Birg einen Umsatzeinbruch in Höhe von 30 Prozent an. Laut Bilanz 2004 wurden 23,34 Mio. Euro umgesetzt und 6,22 Mio. Euro Bilanzverlust ausgewiesen. "Bei den Aktiva ist nicht viel da, die Ware ist nahezu ausschließlich Kommissionsware", so Günther Hödl, Anwalt der Computerfirma, zum "WirtschaftsBlatt". Manfred Birg plant einen Zwangsausgleich, der Betrieb soll vorerst eingeschränkt fortgeführt werden.

Ruf

Birg hatte in den ersten Jahren einen sehr guten Ruf bei Kunden, die dank eines guten Basiswissens Computer selbst zusammenstellen konnten bzw. nicht auf vorinstallierte Software angewiesen waren. Allerdings hatte es zuletzt massive Kritik am Kundenservice und der Qualität der Ware gegeben.(APA)

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Birg

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    birg.at
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