Geknackter Kopierschutz bereitet Apple und Microsoft Kopfzerbrechen

9. Juli 2007, 11:33
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Der Kopierschutz der Konzern eigenen Musikformate wurde ausgehebelt - IT-Konkurrenten sitzen im selben Boot

Die Softwarekonzerne Apple und Microsoft hatten in letzter Zeit vermehrt mit Hackern zu kämpfen, die Programme zur Aushebelung der Kopierschutzmaßnahmen der online zu erwerbenden digitalen Musikformate, in Umlauf brachten.

Microsoft

Wie berichtet handelt es sich im Fall von Microsoft um die Software "FairUse4WM" – damit kann der Abspielschutzes von Windows-Media-Dateien einfach entfernt werden. Der Programmierer von "FairUse4WM" will mit seiner Software dafür sorgen, das gekaufte Musik auch auf Player abgespielt werden kann, die nicht Windows-Formate DRM 10 oder 11 verstehen.

Apple

Bei Apple sieht die Lage ähnlich aus, wenn auch nicht ganz so dramatisch. Denn im Gegensatz zu "FairUse4WM" ist das iTunes-Gegenstück nicht so einfach zu bedienen. Ein wenig Programmierverständnis muss schon eingebracht werden. Erfahrene UserInnen sollten damit aber dennoch arbeiten können und ihre Lieder, mit dem Kopierschutz der iTunes-Versionen 6.0.4 und 6.0.5 versehen sind, von selbigem befreien. Interessant dürften nun die Reaktionen der beiden IT-Unternehmen sein.

Startschuss

Microsoft gab vergangene Woche den Startschuss zu einer vermeintlich länger währenden Rally, bei der sich Hacker und Industrie abwechselnd Hacks und Patches zum Thema Kopierschutz zuschieben werden. Das in Redmond ansässige Unternehmen veröffentlichte für Musikshops wie Napster und Musicload Updates, welche die Crack-Software wirkungslos machen sollte.

Stellungnahmen

In einem Statement erklärte Senior Product Manager Marcus Matthias, Microsoft arbeite mit seinen Partnern zusammen und arbeite an einer Lösung des Problems. Es läge dennoch an den Betreibern der Musik-Shops die Patches zu implementieren. Währenddessen werkt Apple noch an einem Ausweg aus der Misere. Gegenüber der US-amerikanischen Branchen-Seite Cnet wollte der Konzern bislang kein Kommentar abgeben. (red)

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