Verkrümmte Wirbelsäule

28. März 2007, 12:12
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Bandscheibenverschleiß trotz Gewebsaufbau - Bei Patienten mit angeborener Wirbelsäulenverkrüm­mung

Heidelberg - Bei Patienten mit angeborener Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) verschleißen die Bandscheiben äußerst schnell. Die Bandscheiben ähneln denen 20 Jahre älterer Menschen mit normalem Verschleiß, wie Heidelberger Orthopäden herausgefunden haben. Dabei stellten sie Überraschendes fest: In den Bandscheiben junger Skoliose-Patienten stießen sie erstaunlicherweise nicht auf die typischen Moleküle, die für Gewebsabbau verantwortlich sind, sondern auf Bausteine, die auf einen vermehrten Gewebsaufbau schließen lassen.

Bandscheibe wird porös

Dies geht nach Ansicht der Mediziner auf veränderte Druckverhältnisse, schlechtere Ernährungsbedingungen und erhöhte mechanische Belastungen von Bandscheiben in den gekrümmten Wirbelsäulen zurück. Beim Bandscheibenverschleiß wird nach Angaben der Uniklinik das innere Gewebe der Bandscheibe umgebaut und nimmt weniger Wasser auf. Deshalb kann die Bandscheibe dann Belastungen der Wirbelsäule schlechter auffangen. Stattdessen wird sie weich und porös, zusätzlich treten kleine Risse auf, die schließlich zu Bandscheibenvorfällen führen können. (APA/AP)

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    Beim Bandscheibenverschleiß können die Bandscheiben Belastungen schwieriger ausgleichen

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