Eine Hose für den Sessel

31. August 2006, 17:00
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Das Projekt "Miss/Fit" im Wiener Museumsquartier nimmt sich der Beziehung zwischen Möbel- und Modedesign an

Die Modedesignerin Sandra Schmidt, alias Mangelwahre beschäftigt sich mit dem Radiator von Joris Laarman. Designergruppe bkm dreht den Spieß um und macht die Jacke von Hana Zarubova zum wesentlichen Bestandteil eines Sitzmöbels. Das Duo Polka löst ein Kleidungsstück über eine Spiegelskulptur auf, Martino Gamper reagiert designempfindlich auf ein Paar Schuhe von Bernhard Wilhelm usw. usf.

Den Kuratorinnen hinter "Miss/Fit" im freiraum - quartier21 des Wiener Museumsqartiers, Tulga Beyerle und Jasmin Ladenhaufen, geht es um das Objekthafte an Möbel- bzw. Modestücken. Die Idee hinter der Schau ist es, konzeptuelle Zugangsweisen sichtbar zu machen, und zu hinterfragen, inwieweit zwischen den Disziplinen Mode- und Möbeldesign Parallelen bzw. Widersprüche existieren und mit welchen Erwartungshaltungen an Objekte herangegangen wird. Wer also wissen will, was ein Kleidungsstück von einer Leuchte lernen kann bzw. umgekehrt, der sollte vorbeischauen, bei dieser ungewöhnlichen Zusammenkunft äußerst modischer Möbelstücke bzw. möblierter Modeteile.
(maik/Der Standard/rondo/01/09/2006)

  • Artikelbild
    foto: miss/fit
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