Intel will in den Markt für Unterhaltungselektronik einsteigen

22. Juni 2000, 16:20

Abkehr von MS-Betriebssystemen

Nachdem Intel Corp, Santa Clara, lange Zeit den Standpunkt vertreten hatte, der PC sei auf absehbare Zeit das einzig wesentliche Endgerät für den Zugang zum Internet, hat das Unternehmen jetzt offenbar seine Meinung geändert. Mit der "Dot.Station", die am Donnerstag in New York der Presse vorgestellt wird, will der Prozessorhersteller in den heiß umkämpften Markt für Unterhaltungselektronik einsteigen, berichtet der Fachinformationsdienst CNET News, San Francisco. Mit dem Gerät soll man telefonieren, E-Mails verschicken und im Internet surfen können.

Das "Dot.Station"-Terminal soll nicht über den Einzelhandel vertrieben werden, sondern in großen Stückzahlen an Betreiber von Internet-Portalen, Banken, Telekom-Unternehmen und Internet Provider verkauft werden, heißt es in dem Bericht. Diese könnten es dann mitsamt den dazugehörigen Dienstleistungen an ihre Kunden weiterverkaufen. Zu den Abnehmern werden dem Bericht zufolge die US-Telefongesellschaft US-West, Denver, der zur NEC Corp, Tokio, gehörige Internet-Provider BiGlobe und die französische Laser Galeries Lafayette SA, Paris, gehören.

Das Terminal wird mit einem Linux-Betriebssystem von Red Hat Inc, Durham, vertrieben - eine Abkehr Intels von den Betriebssystemen der Microsoft Corp, Redmond. Die Produktionskosten sollen sich auf rund 500 USD pro Stück belaufen. Produziert wird die "Dot.Station" in Taiwan. (APA/vwd)

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