Erste Microsoft-Anhörung am 26. Juli

23. Juni 2000, 09:55

Microsoft und US-Regierung einig über Zeitplan

Im Kartellverfahren gegen den Software-Hersteller Microsoft hat sich das US-Justizministerium nach eigenen Angaben mit dem Unternehmen auf einen Zeitplan für die Anhörungen vor dem Obersten Gericht geeinigt. Danach wird Microsoft seine Position am 26. Juli darlegen, die Regierung am 15. August antworten und Microsoft gegebenenfalls dann noch einmal am 22. August Stellung nehmen, wie der Chef-Anwalt des Justizministeriums, Seth Waxman, am Donnerstag in Washington dem Gericht in einem Brief mitteilte.

Nach dem Willen des Justizministeriums soll der Fall direkt vom Obersten Gerichtshof weiter verhandelt werden; Microsoft will den Gerichtshof dagegen bewegen, das Verfahren zunächst an das US-Berufungsgericht zu reichen.

Microsoft war im April für schuldig befunden worden, seine Marktmacht beim Computer-Betriebssystem Windows missbraucht zu haben, um damit den Vertrieb seines Internet-Browsers Explorer zu befördern. Ein US-Bezirksrichter hat deshalb die Zerschlagung des Konzerns in zwei Unternehmen angeordnet. Microsoft legte Berufung ein. Am Dienstag leitete der Bezirksrichter diese Berufung direkt an den Oberste Gerichtshof. (APA/Reuters)

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