20. Oktober 2006, 10:23
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Graz - Welche Entdeckungen hat die Doppelsonde "Cassini-Huygens" im Orbit um den Saturn gemacht? Wozu ist der Magnetometer VEX-MAG gut? Wer Antworten auf solche Fragen sucht, sollte der Sommerakademie der Universität Graz einen Besuch abstatten. Aktuelles aus der Weltraumforschung, für Laien verständlich aufbereitet, bietet "Graz in Space" am 7. und 8. September.

Saturn und Hochgebirge

Seit 2002 geben Experten des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Graz und der Technischen Universität alle zwei Jahre Wissenswertes über die Weltraumforschung an Interessierte weiter. Dieses Jahr stehen die Erforschung des Saturnsystems, der erste österreichische Satellit TUG Sat 1 sowie satellitengestütztes Hochgebirgsmonitoring im Mittelpunkt.

Überraschungen

Am 1. Juli 2004 schwenkte die amerikanisch-europäische Doppelsonde "Cassini-Huygens" in den Orbit um Saturn ein. "Seitdem liefert sie uns eine Überraschung nach der anderen", so der Leiter von "Graz in Space" und der Abteilung für Physik des erdnahen Weltraums des IWF, Helmut Rucker. Die wesentlichen Erkenntnisse dieser Raummission werden allgemein verständlich vorgetragen: "Auch die Bilder, die uns Cassini geliefert hat und die aus den Ergebnissen entstandenen Modelle werden gezeigt", erklärte Rucker.

Erste österreichischer Satellit

Der erste österreichische Satellit "TUG Sat 1" - dessen Start für 2008 geplant ist - wird derzeit an der Technischen Universität Graz entwickelt. Eine Spezialkamera soll die Helligkeitsschwankungen massiver, heller Sterne messen und Aufschlüsse über die Rotation und die inneren Vorgänge der Sterne geben. Damit sollen Theorien über die Entstehung des Universums ergänzt werden.

Vertraute Ansichten neu erleben

Unter dem Titel "Satellitengestütztes Hochgebirgsmonitoring" erfahren die Teilnehmer anhand von Beispielen, wie mit Hilfe der Fernerkundung Veränderungsprozesse in den Alpen beobachtet und analysiert werden können. Außerdem können Interessierte aus der Perspektive von Satelliten vertraute Ansichten von der Erde völlig neu erleben. "In einem Laborrundgang werden den Interessierten auch der Magnetometer VEX-MAG näher gebracht, der zur Zeit bei 'Venus Express' mitfliegt", so Rucker.

Zielgruppe der Sommeruni stellen Maturanten, Studierende und naturwissenschaftlich Interessierte dar. Da die Plätze in den Hörsälen mit 100 begrenzt sind, ist eine Voranmeldung notwendig. (APA)

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