Journalist vor eigener Haustür ermordet

18. Oktober 2006, 19:03
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52-jährige Radiojournalist war für seinen investigativen Journalismus bekannt

Bogotá - Unbekannte haben in der nordkolumbianischen Stadt Cartagena den Journalisten und Politiker Atilano Pérez ermordet. Der 52-jährige Radiojournalist sei vor seiner Haustür mit zwei Schüssen umgebracht worden, teilte die Polizei mit. Die internationale Journalistenvereinigung IFJ (International Federation of Journalists) verurteilte die Tat am Freitag (Ortszeit) scharf. Pérez sei für seinen investigativen Journalismus bekannt gewesen und habe vergangenen Sonntag zum letzten Mal über Korruption und Kriminalität berichtet, schrieb die IFJ weiter.

In der Sendung habe er mehreren Lokalpolitikern vorgeworfen, sich von rechtsgerichteten Paramilitärs finanzieren zu lassen. Am Mittwoch sei er dann erschossen worden. Kolumbien gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten. Die Arbeit in dem seit mehr als 40 Jahren andauernden bürgerkriegsähnlichen Konflikt und die Aufdeckung von Korruption und Vetternwirtschaft kosteten Dutzende Journalisten das Leben. (APA/dpa)

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