Italien erwartet Topweine und Verluste

27. Oktober 2006, 11:08
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Extreme Hitzwellen und starke Regengüsse machten Weinbauern heuer zu schaffen. Vor allem Chardonay, Sangiovese und Montepulciano sollen dafür mit Qualität überzeugen

Rom - Wenig aber gut: So könnte man die Weinernte 2006 in Italien beschreiben. Den Weinbauern habe vor allem das launische Wetter mit extremen Hitzewellen und starken Regengüssen zu schaffen gemacht, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Laut dem italienischen Landwirtschaftsverband Coldiretti muss die Branche mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro rechnen.

Am schlimmsten betroffen seien die Regionen Emilia Romagna und Apulien. Aber trotz der geringen Mengen sind die Weinbauern dennoch zufrieden. Der Jahrgang 2006 soll vielerorts ein Spitzentröpfchen werden.

Die Zeitung veröffentlichte auch erste Prognosen über einzelne Weinsorten. Bei den Weißweinen werde vor allem der Chardonnay von bester Qualität sein, hieß es. Bei den Rotweinen aus Italien versprechen besonders der Sangiovese aus der Toskana und der Montepulciano Gaumenfreuden für Weinkenner. Obwohl die Trauben für den Barolo bereits schwere Schäden erlitten haben, verspricht Weinbauer Roberto Voerzio: "Wenn der September trocken bleibt, machen wir einen Barolo, der noch besser ist als der vom vergangenen Jahr." (APA/dpa)

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