20. Oktober 2006, 10:26
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Alpbach - Das Bildungsministerium fokussiert seine zahlreichen Förderprogramme in vier großen Programmlinien. Bisher gab es mehr als 40 verschiedene, zum Teil sehr kleine Programme, die nun in die Bereiche "Exzellente Forschung", "Humanressourcen", "Forschungs-Infrastruktur" und "Internationalisierung" zusammengefasst werden, erklärte der Leiter der Forschungssektion, Peter Kowalski, am Rande der Alpbacher Technologiegespräche gegenüber der APA.

Ausbildungs-Schienen

Mit der Fokussierung, "die den Grundfunktionen des Forschungs- und Innovationssystems folgt", sollen Synergien hergestellt und auch verschiedene Bereiche aufeinander abgestimmt werden, sagte Kowalski. So gebe es beispielsweise in unterschiedlichen Programmen Ausbildungs-Schienen, die nun besser aufeinander abgestimmt werden können. Die Zusammenlegung soll ab 2007 wirksam sein.

Exzellenz-Cluster fördern

Die Linie "Exzellente Forschung" umfasst im Wesentlichen das neue vom Wissenschaftsfonds FWF konzipierte Exzellenz-Cluster-Programm. In dessen Rahmen sollen eine Hand voll solcher Cluster in Wissenschaftsdisziplinen gefördert werden, in denen große kritische Massen notwendig sind, um Weltspitze zu sein. Für eine Laufzeit von maximal zwölf Jahren sollen die Exzellenzcluster bis zu zehn Mio. Euro pro Jahr erhalten. In der Linie "Humanpotenzial" werden die diversen Stipendienprogramme zusammengefasst, wobei laut Kowalski dabei bereits die vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) geforderte Flurbereinigung der zersplitterten Stipendienlandschaft berücksichtigt werde.

Zwar gebe es durch die Fokussierung Einsparungsmöglichkeiten, neue Programme wie die Exzellenz-Cluster würden aber einen zusätzlichen Finanzbedarf ergeben. Wie hoch dieser ist, sei noch nicht zu beziffern. (APA)

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