Neuauflagen, Replikas und Neid

27. August 2006, 20:14
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ATV lud zur Premiere von "Miami Vice" in die Tribüne Krieau - Die schönsten Szenen spielten jenseits der Leinwand

ATVs Dominic Heinzl tat das einzig Richtige: Er ging bevor der Film begann. Sein Kamerateam durfte Bilder suchen - und das war angesichts der kläglichen B-Promi-Auswahl (Ex-Taxi-Orange-Nichtgewinner und Westenthaler-Wahlhelfer Wazzinger, Ex-Beach-Volleyballer Oliver Stamm, Eva Fuchs) ein Himmelfahrtskommando: ATV hatte zur Premiere von "Miami Vice" in die Tribüne Krieau geladen - und so großkotz-cool die Bilder taten, so öd war die Geschichte (siehe Seite 25). Die schönsten Szenen spielten denn auch jenseits der Leinwand. Etwa als Österreichs Ober-Ferraristi Heribert Kasper volksbildnerisch verriet, dass man im Vice-Original einst "Anfangs nur einen Replika-Ferrari, einen Daytona, hatte." Zum anderen, als in der Popcorn-Warteschlange ein geschniegelter Jungschnösel einem anderen erklärte, er wisse eh, "dass das ur weit in die Stadt ist, aber ich kann dich nicht mitnehmen: Ich bin mit dem Ferrari da" - und ein Mitwarter dahinter zusammenfasste: "Tja, entweder du hast Freunde - oder du fährst Ferrari." Aber das war nur der Neid. (DER STANDARD - Printausgabe, 25. August 2006)
  • Mit einer billigen aber glänzenden Kopie auf Erfolgskurs: Heribert Kasper verriet Vice-Autogeheimnisse.
    foto: thomas rottenberg

    Mit einer billigen aber glänzenden Kopie auf Erfolgskurs: Heribert Kasper verriet Vice-Autogeheimnisse.

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