Reservisten demonstrieren gegen Libanon-Kriegsführung

4. September 2006, 13:34
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Soldaten errichteten symbolischem Soldatenfriedhof vor Büro von Premier Olmert

Jerusalem - Mit einem symbolischen Soldatenfriedhof vor dem Büro von Ministerpräsident Ehud Olmert haben israelische Reservisten am Freitag gegen die Kriegsführung im Libanon-Konflikt protestiert. Die Reservisten stellten für jeden ihrer während des Konflikts getöteten Kameraden einen Soldaten aus Pappkarton auf. Bei den 120 Papp-Soldaten waren zwei von der radikalen Hisbollah-Miliz entführte Soldaten sowie ein Soldat, der von palästinensischen Extremisten im Gaza-Streifen verschleppt wurde, einbezogen.

"Das zeigt die Katastrophe dieses Krieges und die Tragödie für die Familien", sagte der Reservist Gidi Kalman. Die Politiker müssten die Verantwortung für diesen Krieg übernehmen. "Sie müssen die Verantwortung tragen für das, was ich hinter mir habe."

Olmert und Verteidigungsminister Amir Peretz verloren zunehmend an Unterstützung in der Bevölkerung, nachdem bekannt wurde, dass die Armee auf den Einsatz im Libanon schlecht vorbereitet war. Israel hatte die Angriffe am 12. Juli gestartet. Auslöser war die Entführung der beiden Soldaten durch die Hisbollah. (APA/Reuters)

  • Protest gegen die Kriegsführung im Libanon-Konflikt in Jerusalem
    foto: ap/ alexander zemlianichenko

    Protest gegen die Kriegsführung im Libanon-Konflikt in Jerusalem

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