FPÖ will Unternehmensbesteuerung "humanisieren"

13. Oktober 2006, 13:20
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Hofer: Lohnkosten bei Besteuerung stärker berücksichtigen, Mindest-KöST abschaffen

Wien - Die FPÖ tritt für eine "Humanisierung" der Unternehmensbesteuerung ein. "Während Gewinne und Dividenden börsennotierter Konzerne explodieren, trägt der Mittelstand die Steuerlast und leidet unter steigender Arbeitslosigkeit", so FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer in einer Aussendung am Donnerstag.

Der Faktor Lohnkosten sei - bezogen auf den Nettoproduktionswert eines Unternehmens - stärker bei der Besteuerung zu berücksichtigen, die Körperschaftssteuer daher dem Humanaufwand eines Unternehmens anzupassen. Das wäre laut FP-Hofer eine Maßnahme, um neue Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen,

Betriebsübergaben

Die FPÖ fordert zudem die Abschaffung der Mindestkörperschaftssteuer und Erleichterungen für jene Betriebe, die vor Übergaben stehen. Für Betriebsübergaben innerhalb der Familie sollten die Erbschafts- und Schenkungssteuer gestrichen werden. Außerhalb der Familien sei der Freibetrag für unentgeltliche Betriebsübergaben von derzeit 365.000 Euro auf 700.000 Euro zu erhöhen.

Einführen will die FPÖ ein Modell der degressiven Abschreibung. Die steuerliche Nutzungsdauer von schnellebigen Wirtschaftsgütern soll damit der realen Nutzungsdauern in den Betrieben angepasst werden. Entlasten will die FPÖ jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. Der finanzielle Aufwand für den Lehrling während der Berufsschulzeit solle nicht vom Unternehmer, sondern von der öffentlichen Hand getragen werden. Die Kosten dafür betrügen 100 Millionen Euro. (APA)

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