"3" hat 371.000 heimische Kunden unter Vertrag

30. Oktober 2006, 11:11
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16 Prozent des Umsatzes mit Multimedia-Diensten gemacht - Weltweit zählt Hutchison Whampoa 13,5 Millionen Mobilfunk-Kunden

Die heimische Mobilfunktochter "3" des internationalen Mischkonzerns Hutchison Whampoa (Hongkong), in Österreich hat mit Stand 24. August 2006 371.00 Kunden unter Vertrag. Diese vertelefonieren durchschnittlich 52 Euro im Monat, wobei 16 Prozent auf Datenverkehr (SMS, Internet ...) entfallen. Der Umsatz von Hutchison in Österreich stieg im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 81 Mio. Euro. Dies teilte der Mobilfunker am Donnerstag mit.

Multimedia-Mobilfunker

"3"-Chef Berthold Thoma betonte am Donnerstag in einer Aussendung, dass der Durchschnittsumsatz pro Kunde (ARPU) der höchste in der Branche sei. Allerdings macht "3" nur in etwa gleichviel Umsatz mit Datenverkehr wie die Mitbewerber - obwohl sich der reine UMTS-Anbieter "3" als Multimedia-Mobilfunker positioniert hat. Laut Thoma ist der Datenverkehr innerhalb eines Jahres um zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent angewachsen.

Seit 2003

Das Unternehmen ist seit Mai 2003 in Österreich tätig. Laut der Homepage der Telekom-Regulierungsbehörde RTR teilt sich der heimische Mobilfunkmarkt wie folgt auf (Stand: März 2006): Mobilkom Austria hat 3.436.700 Kunden, Verfolger T-Mobile (zusammen mit der kürzlich übernommenen tele.ring) 3.148.000, One 1.817.000 und "3" 345.000 Nutzer.

Mischkonzern

Die Mutter von Hutchison 3G Austria, die Hutchison Whampoa Limited (HWL), hat heute den Halbjahresbericht 2006 für den Gesamtkonzern präsentiert. Der Hongkonger Mischkonzern, der mit Häfen und Redeereien groß geworden ist, vermeldete 13,5 Millionen Kunden der UMTS-Sparte, die neben Österreich auch noch in Italien, Großbritannien, Australien, Schweden, Dänemark, Irland, Hongkong und Israel vertreten ist.

Gewinn legte um 100 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu

Der Umsatz der HWL stieg in der ersten Jahreshälfte 2006 um 14 Prozent auf 12,7 Mrd. Euro. Der Gewinn legte um 100 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg im ersten Halbjahr um 12 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro, so der Konzern. Im Geschäft mit dem neuen Mobilfunk-Standard UMTS, wo Hutchison einer der aggressivsten Investoren in Europa ist, konnte er seinen Verlust um 40 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro reduzieren. Hutchison wird von Hongkongs reichstem Mann, dem 78-jährigen Li Ka-shing, kontrolliert.

20 Milliarden

Hutchison hat rund 20 Mrd. Euro in UMTS-Technik investiert, aber der scharfe Wettbewerb mit Lokalmatadoren wie Vodafone erschweren ihm das Geldverdienen. Seine Bemühungen hatten hier in diesem Jahr einen neuen Rückschlag erhalten, als er den Börsengang seines italienischen UMTS-Geschäftes mangels Nachfrage aufgeben musste.

solide

Trotz dieser Fortschritte musste der Konzern einräumen, erst sechs Monate später als bisher geplant mit UMTS Geld zu verdienen. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) will er es ohne Berücksichtigung von Werbungskosten im ersten Halbjahr 2007 in die Schwarzen Zahlen schaffen, vor Steuern und Zinsen (EBIT) jedoch erst ein Jahr später. Trotz der Verzögerung bezeichnete der Branchenexperte Mark Simpson der Bank Macquarie das Hutchison-UMTS-Geschäft als solide. Hutchison-Aktien fielen in Hongkong dennoch 2,4 Prozent.(APA/red)

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