STANDARD verkauft im 2. Quartal fast 5000 Exemplare mehr

23. November 2006, 12:34
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"Krone", "Kurier" ver­kau­fen weniger - "Kleine", "Ganze Woche", "Seiten­blicke" mehr - "Wirt­schafts­blatt" reduziert Verbreitung drastisch

Da glühen wieder die Excel-Tabellen: Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) veröffentlichte Donnerstag die Daten über das zweite Quartal 2006. DER STANDARD verkaufte demnach 4807 Exemplare mehr als ein Jahr zuvor und hält nun bei 76.046 Stück. "Die Presse" verkaufte um 2376 Stück mehr und schafft nun 78.273.

Im Direktverkauf (Einzelverkauf plus Abos) baut DER STANDARD seinen Vorsprung gegenüber der "Presse" aus: 4159 Stück mehr als im zweiten Quartal 2005 auf 66.067. Die Styria-Zeitung steigerte sich um 1379 Exemplare auf 64.440.

DER STANDARD blieb bei den Vollzahlerabos stabil (-68, -0,2%), "Die Presse" legte nach merklichen Verlusten wieder leicht zu (620, +1,9%). Im Einzelverkauf liegt DER STANDARD trotz Rückgängen mit 8367 vor der "Presse" mit 7955.

Und die Riesen?

Styria-Flaggschiff "Kleine Zeitung", trotz Konzentration auf den Süden Österreichs Nummer zwei in der bundesweiten Wertung, verkaufte 5598 Stück mehr und kommt nun auf 269.844 Exemplare.

Auflagenriese "Krone" verliert weiter leicht - aber was sind 3094 verkaufte Blätter weniger, wenn man im Wochenschnitt (ohne Sonntag) 846.017 Stück absetzt? Gut 20.000 Vollzahlerabos mehr, dafür fast 10.000 günstigere Abos weniger ergibt ein Aboplus von fast 11.000. Die können 14.383 weniger Exemplare im Einzelverkauf nicht ganz, aber weitgehend abfedern.

"Krone"-Mediaprintbruder "Kurier" verkauft 2337 Exemplare weniger auf nun 169.312. Im Detail: 617 Abos mehr, aber 3675 Stück weniger im Einzelverkauf.

Wie läuft es für die Mediaprintblätter in Wien, wo ihnen die Gratiszeitung "Heute" von Hans Dichands Schwiegertochter Eva am längsten Konkurrenz macht? 3775 verkaufte "Kronen" weniger, 2521 Minus beim "Kurier."

Das "Wirtschafts­blatt" reduziert mit 28.808 Exemplaren die Verbreitung drastisch (2005: 40.640).

Und die übrigen Länderblätter?

Ziemlich stabil die "Salzburger Nachrichten" mit 55.758 verkauften Exemplaren, die Tiroler Tageszeitung mit 88.660 und die "Vorarlberger Nachrichten" mit 64.815. Die "Oberösterreichischen Nachrichten" verkauften 105.808 und damit 2838 mehr als ein Jahr zuvor. Ihr Gratisableger "Neue" ist gerade erst gestartet.

Zahlen gibts indes für die "Neue" Vorarlberger, das immer boulevardiger aufgemachte, kleinformatige Beiboot der "VN": mit 6858 Verkauften ziemlich stabil rund ein Zehntel der großen Schwester. Die im September 2004 gestartete und gern auch unter der Woche in SB-Taschen verbreitete Tiroler "Neue" meldet 11.866 verkaufte Exemplare.

Die Riesen unter den regionalen Wochenzeitungen verlieren etwas: Die NÖN 2215 auf 131.231 verkaufte Exemplare, die "Oberösterreichische Rundschau" 2087 auf 106.017 Stück.

"Seitenblicke" legen kräftig zu

Der auflagenstärkste Wochentitel "Ganze Woche" legt neuerlich zu - um 4850 auf 345.177 Stück. Die Magazine der News-Gruppe und der Styria Multimedia melden ihre Daten weiterhin nicht. Dafür das "Seitenblicke-Magazin" umso lieber: 16.948 Hefte mehr verkauft als vor einem Jahr (nun: 59.193), davon 2669 Aboplus.

Bleiben noch ein paar Monatstitel: "Alles Auto" stabil bei 42.179 Exemplaren, der "Gewinn" verliert leicht (-1293) auf 57.468 Stück, das "Motorradmagazin" merklich (-2116) auf 18.778. Ebenso das aus dem gleichen Verlag stammende "Reisemagazin" (-4786 auf 15.546) und das "Sportmagazin" (-6856 auf 24.598). Das "Universum Magazin" hält die Auflage bei 19.754 verkauften.

Kräftig zulegen konnte die Küniglbergeigene "ORF Nachlese": plus 7002 auf 64.178 Stück. (fid)

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    foto: derstandard.at/eder
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