Sieben Parteien treten an

1. Oktober 2006, 21:22
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Keine Schuldenübernahme - Gusenbauers Charmeoffensive - Freiheitliche ausgeladen - Wahlvorbereitung via Internet

Sieben Parteien treten an

Hans-Peter Martin hat österreichweit 8311 Unterstützungserklärungen gesammelt und wird bundesweit bei der Nationalratswahl antreten. Der EU-Parlamentarier ortet "eine bemerkenswerte politische Aufbruchstimmung" in Österreich. "Das ist ein klarer Bürgerauftrag. Es wird eine Bürgerliste geben." Martin will am 30. August in Salzburg beim Wahlkampfauftakt sein Grundsatzprogramm präsentieren und Kandidaten vorstellen. Einer davon ist Patrik Kutschi, der stellvertretende Leiter des Büros für Interne Angelegenheiten (BIA) im Innenministerium. Damit treten sieben Parteien zur Wahl an: ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ, Grüne, KPÖ und die Liste Martin. Andere Listen dürften keine Aussicht auf genügend Untersützungserklärungen haben. (red)

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Keine Schuldenübernahme

Das BZÖ sieht sich als "politischer, nicht aber als rechtlicher Nachfolger" der FPÖ an, betonte Bündnisobmann Peter Westenthaler am Mittwoch. Aus diesem Grund werde man auch nicht die Schulden der FPÖ übernehmen, das Recht auf die Bezeichnung "freiheitlich" und der dritte Platz auf dem Stimmzettel würden dem BZÖ aber sehr wohl zustehen. Bekräftigt worden sei dieser Anspruch auch durch die Entscheidung des Ministerrates, dem BZÖ einen Platz in der Bundeswahlbehörde zuzuweisen. (red)

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Gusenbauers Charmeoffensive

SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hat am Mittwoch eine Charmeoffensive bei Jungwählern absolviert. Gemeinsam mit der Wiener Spitzenkandidatin Andrea Kuntzl besuchte er die Lehrwerkstätte "Jugend am Werk" (JaW) in Wien-Brigittenau. Es war aber nicht seine erste Berührung mit den Lehrlingen dort, schon zur Studienzeit hätten die angehenden Mechaniker sein Fahrrad repariert, erinnerte sich Gusenbauer an seine Zeit im so genannten Panorama-Studentenwohnheim neben der Werkstatt. (APA)

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Freiheitliche ausgeladen

Salzburgs Blaue im Pech: wenige Stunden nachdem ihnen die Orangen auch in der Landeswahlbehörde Sitz und Stimme abspenstig machen konnten, die nächste Hiobsbotschaft. Statt wie gewohnt ihren Wahlkampfauftakt im stimmungsvollen Augustiner Bräustüberl in Mülln abzufeiern, müssen Karl Schnell und seine Getreuen kommenden Montag in einen sterilen Hotelsaal in Bahnhofsnähe ausweichen. Die Blauen waren von der Klosterbrauerei ausgeladen worden: Man benötige die vier Säle für ein Fest zu Ehren des Namenspatrons Augustinus selbst. (neu)

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Wahlvorbereitung via Internet

Eine solide Vorbereitung auf die Nationalratswahl ist für Wiener ab sofort auch via Internet möglich: Die Stadt hat ihre offizielle Wahlhomepage www.wahlen.wien.at freigeschaltet. Hier informiert die zuständige Magistratsabteilung 62 über den Wahlvorgang. Außerdem können Interessierte ihr nächstliegendes Wahllokal suchen und einen Online-Antrag für eine Wahlkarte stellen. (APA)

(DER STANDARD, Printausgabe, 24. August 2006)

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