Gewürztraminer am Rückzug

16. Oktober 2006, 11:14
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Die Zukunft des traditionellen elsässischen Weißweins ist ungewiss, denn die Erderwärmung könnte die Anbaugebiete weiter nach Norden verschieben

Colmar - Die Elsässer bangen um ihren fruchtigen Gewürztraminer, berichtet die Agentur Agence France Press. Die Zukunft des traditionellen elsässischen Weißweins sei ungewiss, denn die anhaltende Erderwärmung könnte die Anbaugebiete weiter nach Norden verschieben. Davor warnen zumindest Experten am staatlichen französischen Landwirtschafts-Forschungsinstitut INRA im elsässischen Colmar.

Das Gebiet rund um Colmar inmitten der elsässischen Weinberge werde in 25 Jahren das gleiche Klima wie Lyon haben so die Agentur. Im Jahre 2060 werde es in Colmar so warm sein wie heute im südfranzösischen Montpellier. Die traditionellen Weißweine der Grenzregion - Riesling, Pinot Blanc, Sylvaner und Gewürztraminer - werden nach Überzeugung der Wissenschafter damit nach und nach ihr besonderes Aroma verlieren.

Die Forscher beim INRA raten den Winzern, sich rechtzeitig auf diese Umwälzungen vorzubereiten und nach und nach neue Rebsorten anzubauen. Für das Elsass empfehlen sie den Anbau von Cabernet Sauvignon oder Merlot bereits in einigen Jahren. (APA)

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