Ein jazziger Neubeginn

5. Oktober 2006, 11:37
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Pianist Abdullah Ibrahim besucht das sich neu "erschaffende" Jazzfest Saalfelden

Es gab aus finanziellen Gründen ein Jahr Pause, nun ist es wieder so weit: Das Jazzfest in Saalfelden bietet 31 Konzerte. Neuheit? Statt im Zelt ist man im umgebauten Kongresshaus; ansonsten im Kunsthaus Nexus, auf einer Freiluftbühne vor dem Rathaus und in einer Reihe von Almhütten. Auch die Shortcuts wird es wieder geben.

Es gibt acht Welt-Premieren, fünf Europa-Premieren und sechs Österreich-Premieren. Mit dabei sind Bobby Previte, Henry Threadgill, das Tomasz Stanko Quartett, Steve Coleman und Mark Ribot. Dazu kommt eine Reihe österreichischer Jazzer an prominenten Programmplätzen: Trompeter Lorenz Raab wird spielen, zudem Saxofonist Max Nagl, auch Zither-Spieler Christof Dienz, der in insgesamt vier Formationen auf der Bühne stehen wird.

Da ist Vielfalt im Spiel, mal sehen, ob das Konzept zwischen Jazzexperiment, elektronischer Musik, Mainstream und Jazz-Komposition aufgeht. Mit dabei ist übrigens ein Mann, der schon in Geschichtsbüchern stehet: Der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim wird die Einsamkeit suchen, also solo, unbegleitet, seine Ideen entwickeln. (tos/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23. 8. 2006)

24. bis 27. 8.: Infos: (06582) 706 60 12 oder auf der Festival-Website
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    foto: andy urban/saalfelden
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