Fonds: Der Kampf wird härter

12. Oktober 2006, 16:59
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Ranking: JPMorgan bleibt Platzhirsch

Wien - Der Konkurrenzkampf in der heimischen Fondsindustrie wird härter. Während vor sieben Jahren noch 33 ausländische Fondsgesellschaften um Marktanteile in österreichischen Dachfonds kämpften, sind es 2006 bereits 91. JPMorgan liegt mit einem Marktanteil von 13,4 Prozent an der Spitze des Rankings, wie die Dachfondsstudie, die vom Fonds-Informationsdienst e-fundresearch.com erstellt wurde, zeigt.

Konsolidierte Marktanteile

Besonders auffällig sei der Rückgang der konsolidierten Marktanteile der jeweils zehn größten ausländischen Fondsanbieter. Dieser ist in den vergangenen Jahren bis auf 52,7 Prozent gefallen. Im Jahr 2000 lag der Marktanteil noch bei 74,4 Prozent. Der Hauptgrund für den Rückgang sei die stark steigende Zahl ausländischer Fondsgesellschaften, die mittlerweile am österreichischen Markt tätig sind. Das Volumen der Publikums-Dachfonds erhöhte sich im selben Zeitraum von 7,8 auf 11,7 Mrd. Euro.

"In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb unter den ausländischen Fondsgesellschaften nochmals verstärkt. Nach dem Fall der Sicherungssteuer vor zwölf Monaten wurde Österreich von zahlreichen Asset-Managern wiederentdeckt", erläutert Albert Reiter, Geschäftsführer der e-fund research.com Data GmbH, die Studienergebnisse.

Marktanteile gewonnen

Der Vorjahressieger unter den ausländischen Fondsgesellschaften, JPMorgan Asset Management, führt auch heuer mit einem Marktanteil von 13,4 Prozent die Rangliste an. Merrill Lynch konnte im Vergleich zum Vorjahresranking einen Platz zulegen und liegt mit sieben Prozent vor Pioneer (6,4 Prozent) und Fidelity (5,2 Prozent). Erstmals in die Top-Fünf schaffte es Threadneedle mit einem Marktanteil von 4,9 Prozent. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.8.2006)

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