LA: Marion Jones soll gedopt haben

22. August 2006, 00:43
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Dreifache Ex-Olympia­siegerin lieferte angeb­lich bei US-Meister­schaften eine positive Probe ab - Trainer bestätigt

Raleigh - Die dreifache frühere Olympiasiegerin im Sprint, Marion Jones, ist in einer A-Probe offenbar positiv auf Doping getestet worden. Aus mit der Sache vertrauten Kreisen verlautete am Freitag, die Probe sei bei den US-Meisterschaften im Juni in Indianapolis gezogen worden. Sollte auch die B-Probe positiv ausfallen, müsste Jones mit einer mindestens zweijährigen Doping-Sperre rechnen.

Weder die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) noch das Olympische Komitee der USA (USOC) wollten zu dem Fall Stellung nehmen. Die 30-Jährige war am Freitag überraschend vom Golden League-Meeting in Zürich abgereist. Als Gründe für ihre überstürzte Rückkehr in die USA gab sie persönliche Gründe an.

Jones gab laut ihrem Trainer positive Dopingprobe zu

Trainers Steve Riddick bestätigt die positive Probe: "Sie hat mir gesagt, dass bei ihr Spuren von EPO gefunden worden sind. Ich habe gelacht, aber sie hat gemeint, es sei ihr Ernst", erklärte Riddick, der nach wie vor von der Unschuld der US-Amerikanerin ausgeht. "Ich würde mein Leben darauf verwetten, dass sie kein EPO genommen hat. Sie war immer sauber und hat niemals leistungsfördernde Substanzen genommen, weder jetzt noch in der Vergangenheit", betonte der Coach.

Jones hatte nach einer zweijährigen sportlichen Durststrecke nach der Geburt ihres Sohnes dieses Jahr ein triumphales Comeback gefeiert. Sie gewann den US-Titel über 100 Meter und mehrere hochkarätig besetzte Wettkämpfe in Europa. Jones hatte sich im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney Gold über 100 und 200 Meter Sprint sowie mit der 4 x 400 Meter-Staffel der USA gesichert. (APA/Reuters)

  • Marion Jones lieferte positive A-Probe ab.

    Marion Jones lieferte positive A-Probe ab.

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