Juve mit Einspruch abgeblitzt

19. Oktober 2006, 15:16
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Schiedsgericht des Olympischen Komitees bestätigt Strafe gegen Rekordmeister - Befassung von Zivilgerichten letzte Option

Rom - Juventus Turin ist am Freitag mit seinem Einspruch gegen die Strafe (Abstieg und 17 Minuspunkte in der Serie B) wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) abgeblitzt. Die Turiner forderten vom nationalen Fußball-Verband die Zurücknahme der Zwangsrelegation, vor dem CONI-Gericht - der höchsten Sport-Instanz des Landes - kam es aber wie erwartet zu keiner Einigung. Juve waren auch die jüngsten beiden Meistertitel aberkannt worden.

Präsident Giovanni Cobolli Gigli hatte bereits vor der Sitzung angekündigt, auf weitere Berufungsklagen zu verzichten, wenn man zumindest ohne Strafpunkte starten könne. Da das Urteil nun jedoch bestätigt wurde, könnte Juventus seine Drohung wahrmachen und die Zivilgerichte mit der Sache betrauen. Eine diesbezügliche Entscheidung will der Verein in den nächsten Tagen treffen.

Die erste sportliche Herausforderung der Saison wartet am Samstag, wenn Juventus in der ersten Cup-Runde auswärts auf den Drittligisten Martina trifft. Gespielt wird in Bari, bis Freitag waren bereits 10.000 Karten verkauft. Der nationale Cup-Bewerb stellt die einzige Möglichkeit dar, sich für den Europacup zu qualifizieren. "Absoluten Vorrang hat aber die Meisterschaft", betonte Trainer Didier Deschamps, der in Bari sein Debüt für Juventus gibt. (APA/Reuters/AFP/red)

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