Wrabetz Stunden vor Wahl knapp vorn

17. August 2006, 18:26
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Heute geht es um die Zukunft von Österreichs größtem Medienhaus - Sechs ORF-Bewerber treten zu zwei Hearings an - Zwei sind noch im Rennen, einer lag knapp in Führung

882,8 Millionen Euro Umsatz, 4577 Mitarbeiter, mehr als 40 Prozent Marktanteil im Fernsehen, fast 80 im Radio: Diesen österreichischen Medienriesen gilt es spätestens ab 1. Jänner 2007 zu führen. Monika Lindner oder Alexander Wrabetz: Wer übernimmt den Job? DER STANDARD bat Mittwoch vor den Hearings der Kandidaten in den politischen "Freundeskreisen" um Tipps für die heutige Wahl.

ÖVP, Lindnerwahlverein: "Die Chancen stehen 50:50 zwischen Lindner und Wrabetz. Alle anderen Kandidaten sind aus dem Rennen."

BZÖ, Zünglein an der Waage: "Keine Erneuerung wäre eine Riesenenttäuschung, auch für die Mitarbeiter. Aber offensichtlich ist noch viel in Bewegung."

SPÖ, Wrabetzfanclub: "Rechnen mit 19 bis 20 Stimmen." 18 der 35 Stiftungsräte reichen für die Wahl zum ORF-General.

Grüne, detto: Wrabetz fix.

FP-Stiftungsrat Peter Fichtenbauer, der ebenfalls dem Wrabetz-Lager zugerechnet wird, war zu Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Der bürgerliche Tiroler Stiftungsrat Andreas Braun will Lindner "eher nicht wählen", erklärte er der Tiroler Tageszeitung. Auch der als unabhängig eingestufte Stiftungsrat und Caritas-Chef Franz Küberl verwahrte sich zuletzt im Gespräch mit dem STANDARD gegen eine Festlegung auf Lindner und TV-Chefredakteur Mück. (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 17.8.2006)

Kommentar
Alles bleibt besser - Von Harald Fidler
  •  Donnerstag, 10 Uhr, stellen sich die Generals-Anwärter einem Hearing vor den Stifungsräten.
    foto: derstandard.at/scholz

    Donnerstag, 10 Uhr, stellen sich die Generals-Anwärter einem Hearing vor den Stifungsräten.

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