Wiener Philharmoniker und Salzburger Festspiele verlängern Vertrag

20. Juli 2007, 16:44
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Für die Jahre 2007 bis 2011 - Inflationsrate wird berücksichtigt

Salzburg - Ein neuer Vertrag zwischen den Salzburger Festspielen und den Wiener Philharmoniker für die Jahre 2007 bis 2011 wird am nächsten Montag unterschrieben. Dies haben die drei maßgeblichen Verhandler - der künftige Intendant Jürgen Flimm, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Clemens Hellsberg, Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker - bestätigt, melden die "Salzburger Nachrichten" ("SN") in ihrer heutigen Ausgabe.

Das schwierigste Thema bei den Verhandlungen dürfte das Geld gewesen sein. Zwei Jahre lang werde das Honorar des Orchesters eingefroren, dann werde es drei Jahre um die Inflationsrate erhöht, erläuterte Rabl-Stadler. Für die Salzburger Festspiele sei es bisher hart gewesen, die Gagen zu erhöhen, während Bund, Land und Stadt Salzburg sowie Tourismusfonds die Subventionen seit 2004 eingefroren und zuvor seit 2001 um drei Mal zwei Prozent reduziert hätten. "Aber ich glaube, die besondere Stellung der Wiener Philharmoniker bedarf es, dass wir zeigen, dass wir nicht bei ihnen zu sparen angefangen haben", so die Festspielpräsidentin in den "SN". Die Wiener Philharmoniker seien "nicht genug zu loben", dass sie den Sparkurs mitmachten, ergänzte Flimm.

Präambel

Zwei der unter Gerard Mortier vereinbarten Regelungen werden beibehalten: In der Präambel wird betont, dass der künstlerische Beitrag der Wiener Philharmoniker "von zentraler Bedeutung für das musikalische Programm" der Salzburger Festspiele ist. Außerdem sei vereinbart, dass das Orchester für eine Oper die Haupt- und Generalprobe sowie Premiere und zweite Aufführung in derselben Besetzung spielt, heißt es in den "SN". In Folgeaufführungen dürfen nur jene Musiker mitspielen, die in einer früheren Probe das Stück zumindest ein Mal gespielt haben. "Es spielt niemand, der nicht das ganze Stück geprobt hat", so Hellsberg.

Aus dem Vertrag für die Amtszeit Peter Ruzickas wurde beibehalten, dass die Wiener Philharmoniker zusätzliche Proben für zeitgenössische Musik - vor allem Uraufführungen - zum halben Preis spielen, heißt es weiters. (APA)

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