Aussprache geplatzt

1. Oktober 2006, 21:22
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Und: Kein "gegenseitiges Schädeleinhauen"

Aussprache geplatzt

Volksanwalt Ewald Stadler (FPÖ) ließ die Aussprache mit seinen Amtskollegen über seine Kandidatur für die FPÖ in Niederösterreich platzen. Begründung: Nachdem Amtskollege Peter Kostelka, der selbst 2002 auf der Bundesliste der SPÖ kandidierte, seinen "ultimativen" Rücktritt forderte, gibt es für Stadler "nichts mehr zu besprechen".

Volksanwältin Rosemarie Bauer ist die Aufregung "nicht ganz begreiflich", sie verteidigt Stadler: Die Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts sei für Volksanwälte zulässig und "die Sacharbeit in der Volksanwaltschaft habe bislang nicht darunter gelitten". Das findet Stadler, der alle Fälle in Niederösterreich abgeben will, "außerordentlich fair". (APA)

Kein "gegenseitiges Schädeleinhauen"

BZÖ-Chef Peter Westenthaler will nun auch in Wien als Spitzenkandidat die "freiheitliche Politik im positiven Sinn umsetzen". Im "original freiheitlichen Team" sind auch Klubobmann Herbert Scheibner und Helene Partik-Pablé am zweiten und dritten Listenplatz vertreten. Westenthalers Ziel: "Sieben Prozent in Wien." Dann soll es auch eine Zusammenführung von FPÖ und BZÖ geben.

An einen Wahlerfolg glaubt man fest, denn das BZÖ sei "ein gutes Angebot für frustrierte Sozialdemokraten, die sich von ihrer Partei verraten fühlen". Im Wahlkampf will man auf "Schlammschlacht" und "gegenseitiges Schädeleinhauen" verzichten und auf Themen setzen: Gesetzliche Integrationspflicht für Ausländer, mehr Sicherheit für Gemeindebauten und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. (sl)

  • Wähler sollen über Eurofighter entscheiden: SPÖ-Klubchef Josef Cap fordert erneut die Offenlegung der Eurofighter-Verträge. Dann könnten die Wähler am 1. Oktober auch über einen Ausstieg aus den Verträgen abstimmen - indem sie SPÖ wählen. (sl/DER STANDARD, Printausgabe, 12./13. August 2006)
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