Natur-Schlösser-Tour

    11. August 2006, 17:00
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    Am Donau-March-Zusammenschluss: „Fabelhafte Radwelten“ verspricht die Region Auland-Carnuntum

    „Fabelhafte Radwelten“ verspricht die Region Auland-Carnuntum – und bietet in einem neuen Prospekt mehrere interessante Radtouren im östlichen Niederösterreich an, darunter auch eine Natur-Schlösser-Tour, die zum renovierten und revitalisierten Schloss Hof führt, in dem einst Prinz Eugen sich von seinen blutigen Feldzügen erholte. Die Runde ist kurz genug, um genügend Zeit für die Besichtigung der ausgedehnten Anlagen des einstigen Feldherrn zu haben, die in alter Pracht wiedererstanden sind. Besonders die Gärten sollte man sich nicht entgehen lassen.

    Wind und Kraft

    Die Route führt vorwiegend auf – teilweise asphaltierten – Feldwegen durch das fruchtbare Land am Zusammenfluss von Donau und March und weist lediglich eine einzige, relativ kurze Steigung auf. Sonst geht es nur bretteleben dahin, höchstens der Wind kann mitunter etwas Kraftaufwand erfordern. Für Rennräder ist die Tour wegen der Abschnitte auf sandigen Wegen nicht geeignet.

    Die Natur-Schlösser-Runde nimmt in Deutsch-Altenburg ihren Ausgang, was eine zweimalige Überquerung der Donau auf einer Brücke erfordert. Diese weist allerdings keine Radspur auf, der Gehsteig aber ist sehr schmal und den Radlern nicht anzuraten. Daher beginnt man besser in Stopfenreuth, wo sich nahe dem Forsthaus und Nationalpark-Infocenter – mit Gasthaus – ausreichend Parkplätze befinden.

    Bis Schloss Hof lässt die Beschilderung keinen Wunsch offen, danach fehlen leider überall bis zum Gehöft Niederweiden, der ehemaligen Meierei des gleichnamigen Schlosses, die Wegweiser. Da die im Prospekt enthaltene Skizze zur Orientierung kaum ausreicht, empfiehlt sich die Mitnahme der Bundesamtskarte.

    Von Markthof bietet sich ein Abstecher zum Marchkastl, der Marchmündung in die Donau, an, denn von der kleinen Landzunge eröffnet sich ein traumhafter und einmaliger Blick auf den Ruinenfelsen von Theben.

    Die Tour: Vom Gasthaus in Stopfenreuth folgt man den grünen Schildern – mit gelbem Aufdruck – über Feldwege nach Engelhartstetten. Bei der Kläranlage schwenkt man auf die Route neben dem Rußbach ein. Etwas später geht es auf _einer Brücke über den Bach, man erreicht das Gehöft Niederweiden und anschließend – zuletzt über eine Steigung – Schloss Hof. Ab diesem Punkt ist es mit der Beschilderung der Route bedauerlicherweise vorbei. Man fährt auf der kaum befahrenen Straße nach Markthof, hält sich dort rechts, passiert die Kirche und schwenkt unmittelbar vor dem Friedhof nach links ein. Gleich nach der Querung des Stempfel_baches geht es rechts nach Niederweiden. Von dort kehrt man auf bekannter Strecke nach Stopfenreuth zurück. (Bernd Orfer, Der Standard, Printausgabe 12./13.8.2006)

    Die Distanzen: Stopfenreuth–Schloss Hof 12, Schloss Hof–Markthof 5 km, Markthof–Niederweiden–Stopfenreuth 12 km, insgesamt 29 km. Der Abstecher zum Marchkastl ist vier Kilometer lang. Der Höhenunterschied beträgt rund 30 Meter. Schloss-Restaurant und Gasthaus in Schloss Hof. Bundesamtskarte 1:25.000 und 1:50.000, Blatt 61 (Hainburg); Prospekt „Fabelhafte Radwelten Auland-Carnuntum“.
    • Artikelbild
      foto: www.tiscover.at
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