DVD-Kopierschutz soll gelockert werden

8. November 2006, 11:30
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Soll Online-Vertrieb von verschlüsselten DVDs erleichtern - Lizenzen an interessierte Firmen

Jedesmal, wenn eine neue Technologie auf den Markt kommt, die zur Verbreitung von kopiergeschütztem Materal dienen soll, versichern die Hersteller, dass die neue Entwicklung vollständig nicht knackbar sein wird. So war es auch bei der Vorstellung der DVD und des dazu gehörigen Kopierschutzes CSS.

Vorgeschichte

Es dauert - wie auch sonst immer - allerdings nicht lange, bis ein norwegischer Hacker namens Jon Lech Johansen der Industrie einen Strich durch die Rechnung machte: DeCSS half nicht nur bei der Entschlüsselung von geschützten DVDs, sondern führte auch zu einer Reihe von Klagen einerseits und Solidaritätsaktionen für den Entwickler andererseits.

Lockerung

Doch auch wenn Johansen seine Verfahren gewann - die Verwendung von DeCSS bleibt in vielen Ländern rechtlich problematisch. Ein Umstand an dem die Filmindustrie zwar nichts ändern will, allerdings will die DVD Copy Control Association die Lizenzbedingungen rund um CSS nun etwas lockern, dies berichtet Arstechnica.

Download

Die Überlegung dahinter ist freilich nicht, es den KonsumentInnen leichter zu machen Sicherheitskopien zu erstellen, vielmehr will man den DVD-Download fördern. Dadurch soll es möglich sein mit CSS verschlüsselte Images aus dem Netz herunterzuladen und auf DVDs zu brennnen.

DVDs

Zusätzlich soll es bereits Gespräche mit DVD-Medienherstellern geben, die kompatible Leer-Disks erstellen sollen. Mit dem Schritt will man offenbar die steigende Zahl von Film-Download-Services unterstützen, die bisher - mit einigen Kompatibilitätsproblemen - auf eigene Verschlüsselungstechniken setzen muss. (red)

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