Anna Netrebko, Operndiva

    17. August 2006, 21:20
    posten

    Möchte die grauslichsten Autos nicht missen

    Die Sopranistin besitzt zwar im Moment noch keinen Führerschein, ein Faible für Autos hat sie allemal. Sie wird chauffiert, und das in Luxuslimousinen, die sich sehen lassen können:

    Audi A8, Mercedes S-Klasse und einen BMW 730.

    Bevorzugt wird keine der deutschen Luxuslimousinen. "Es gibt eigentlich keinen Unterschied. Alle drei fahren gleich gut und sind ausgesprochen schöne Autos." Die Limousinen werden von den Autofirmen zur Verfügung gestellt.

    "Frau Netrebko bekommt natürlich viele Werbeangebote. Zurzeit verhandeln wir gerade über einen Sponsorenvertrag, im Rennen sind eine deutsche und eine italienische Automarke", verrät ihr Manager Jeffrey Vanderveen. Auserwählter wird keiner preisgegeben, Marktgerüchte aber besagen, dass es sich dabei um Audi handelt. Das Geheimnis soll mit Jahresende gelüftet werden.

    Warum sich Firmen bei Netrebko um einen Werbevertrag "anstellen", ist für den Manager klar: "Den Sponsoren gefällt die perfekte Kombination einer jungen, coolen und hippen Frau, die gleichzeitig eine sehr elegante Diva repräsentiert. Sie hoffen, hier ein bestimmtes Marktsegment ansprechen zu können."

    Anna Netrebko mag ihre Autos, ihre Liebe aber gilt italienischen Sportwagen.

    Lamborghini, Maserati, und Ferrari.

    Die bevorzugten Farben sind die Klassiker rot und schwarz "Am liebsten wäre mir eigentlich ein roter Maserati." Den möchte sie natürlich auch selbst lenken. "Höchste Zeit, den Schein zu machen, ich war bloß noch nie lange genug an einem Ort, um einen Kurs belegen zu können. Aber im Herbst bin ich länger in Los Angeles, da habe ich es mir fest vorgenommen."

    Russische Autos sind eigentlich kein Thema: Wenn die Opernsängerin aber in ihrer Heimatstadt St. Petersburg weilt, kommt sie dort am schnellsten mit

    Gipsy-Taxis

    weiter. "Das sind alte russische Autos, die oft gar keine Taxilizenz haben. Um zu so einem zu kommen, stellt man sich einfach auf die Straße, wachelt mit der Hand und wird auch recht bald mitgenommen." Dass sie berühmt ist, fällt niemandem auf. "Die Taxler sind arme Leute, die können sich einen Opernbesuch nie leisten und kennen mich auch nicht. Diese Anonymität mag ich manchmal sehr gerne."

    Der "Stilbruch" ist ihr dabei bewusst: In Europa sitzt man in hochpreisigen eleganten Limousinen, in der Heimat tut es ein "Volkstaxi". "Aber gerade das amüsiert mich, ich finde diese Ironie lustig. Hier der Luxus, andernorts reichen auch die grauslichsten Autos, die man sich vorstellen kann. Aber auch das gehört zu meinem Leben, und ich möchte es nicht missen." (juk, tó, AUTOMOBIL, 11.8.2006)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      "Die Taxler sind arme Leute."

    Share if you care.