Depression oder Demenz sind schwer zu unterscheiden

19. Juni 2000, 14:01

Beide Altersleiden zeigen ähnliche Symptome

München - Plötzliche Teilnahmslosigkeit oder Trauer bei älteren Menschen kann neben psychischen auch organische Ursachen haben. Für Laien sei allerdings oft schwer zu unterscheiden, ob es sich um eine Depression oder eine Demenz handelt. Das berichtet die in Baierbrunn bei München erscheinende Apotheken-Zeitschrift "Senioren Ratgeber" (Ausgabe 06/2000).

Bei der Demenz, der fortschreitenden geistigen Verwirrung, würden die Betroffenen zwischen Traurigkeit und Euphorie schwanken. Depressive dagegen seien ausschließlich traurig; sie fänden sich aber problemlos in ihrer Umwelt zurecht, während Demente immer öfter umherirrten. Und während Demente ihren Zustand herunterspielten, bestehe bei Depressiven eher die Neigung, die Situation zu dramatisieren.

An Depressionen leidenden Menschen könne mit Medikamenten und Psychotherapien geholfen werden. Demenz www.medizinfo.de/kopfundseele/demenz/ dagegen sei nicht heilbar, lediglich das Fortschreiten der Krankheit könne mit Medikamenten etwas verlangsamt werden. Wichtig sei für die Betroffenen außerdem Hilfe im Alltag wie kleine Gedächtnisstützen, ein klar strukturierter Tagesablauf und viel Zuwendung. (pte)

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