Gewinn von Hoferlieferant Medion nur noch knapp über der Nulllinie

18. August 2006, 10:03
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Der deutsche Elektronikhändler erzielte im zweiten Quartal ein Plus von nur noch 0,6 Millionen Euro

Der deutsche Elektronikhändler Medion hat auch im zweiten Quartal den Abwärtstrend nicht stoppen können. Gewinn und Umsatz des Aldi-Lieferanten brachen erneut ein.

Knapp über der Nulllinie

Operativ streifte der Gewinn im zweiten Quartal mit nur noch 0,6 (Vorjahr: 6,0) Mio. Euro die Nulllinie, wie das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte auf 364,1 (Vorjahr: 499,0) Mio. Euro. Als Grund nannte Medion die schwache Nachfrage im In- und Ausland und den Verzicht auf margenschwaches Geschäft. Auch der Preisverfall schmälere den Umsatz. Ungeachtet dessen übte sich Finanzvorstand Christian Eigen in Optimismus. "Das zweite Quartal zeigt, das Medion bei der Reorganisation planmäßig voran kommt. Insbesondere auf der Kostenseite sind Fortschritte zu erkennen", erklärte er.

Umsatz reduziert

Im ersten Halbjahr brach der Nettogewinn um mehr als drei Viertel auf 2,2 Mio. Euro ein nach zehn Mio. vor einem Jahr. Das Ebit sank auf 4,7 (18,5) Mio. Euro. Der Umsatz reduzierte sich auf 0,8 (1,1) Mrd. Euro.

Mit Blick auf das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand die Einschätzung, dass der Umsatz auf zwei (2,53) Mrd. Euro schrumpfen werde. Die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern soll zwischen 1,0 und 1,5 Prozent liegen. Die Kostensenkungen kämen erst mittelfristig zum Tragen, sagte der Finanzchef. Nach wie vor belasteten die breite Produktpalette und die in Folge angestiegenen Service-Kosten.

Konsumflaute

Medion bekommt seit Jahren die Konsumflaute in Deutschland zu spüren. Hinzu kommt die zunehmende Marktsättigung etwa bei Computern. Die Zeiten langer Schlangen bei Aldi wegen eines Medion-Computers sind längst vorbei. Zu hohe Kosten und schwache Renditen sind die Folge. Im Zuge des Konzernumbaus verabschiedet sich Medion inzwischen von Randbereichen, die zu wenig abwerfen. Die Firma will sich stärker auf Computer und Fernseher, mobile Navigationsgeräte, Fotoservices und Mobilfunk konzentrieren.(APA/Reuters)

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