Telecom Italia rügt Partner Telekom Austria

19. Juni 2000, 10:30

"Mit der momentanen Situation unzufrieden"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Telecom Italia mit ihrem Österreich-Engagement unzufrieden. Roberto Colaninno, der Chef des italienischen Telekom-Konzerns, attackierte die Telekom Austria, an der die Telecom Italia mit 25 % beteiligt ist, vergangene Woche heftig. Bei einem Treffen mit Investoren in New York meinte er wörtlich: "Wir sind mit der Regierung in Österreich in Verhandlung über die Erneuerung des Unternehmens. Mit der aktuellen Situation sind wir nicht zufrieden."

Die Aussagen des italienischen Partners haben für Verstimmung in der Privatiserungsagentur ÖIAG und bei der Telekom Austria gesorgt. "Ein starkes Stück", meinte dazu ein ÖIAG-Manager. ÖIAG-Chef und TA-Aufsichtsratschef Johannes Ditz ist allerdings um Deeskalation bemüht: "Das hat sicher die vorhergehende Situation betroffen. Ich würde das nicht auf die Goldschale legen", meinte Ditz gegenüber "profil". Im übrigen wolle er diesbezüglich noch einmal mit den Italienern sprechen.

Wenig Grund zur Freude haben die Eigentümer der Telekom Austria dem Vernehmen auch mit dem neuen Business-Plan, den der neue Vorstand Heinz Sundt vorgelegt hat. Der Gewinn sei, nach den Eintragseinbrüchen im Vorjahr nun zu gering angesetzt worden, heißt es aus Eigentümerkreisen. (red)

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