Bauern und OMV forcieren Biogas-Tanken

Redaktion, 20. September 2006 13:56

Neues "Biogas-GNC" soll 20 bis 25 Prozent des österreichischen Treibstoffverbrauches abdecken

Wien - Die heimische Landwirtschaft und mehrere österreichische Energieversorger wollen bis 2013 rund 100.000 Biogas-Autos in Österreich mit Treibstoff vom Acker versorgen. Dafür sollen 20 Biogasanlagen gebaut werden und über 200 Biogas-Tankstellen bereit stehen. Der Preis des neuen "Biogas-CNG" (Compressed Natural Gas, 80 Prozent Erdgas, 20 Prozent Biogas) soll dank Subventionierung 10 Prozent unter dem Dieseltarif liegen. Derzeit sind lediglich 600 Gasautos in Österreich unterwegs, sie verwenden allerdings noch keine Mischung aus Erdgas und Biogas.

Zur Umsetzung hat heute, Dienstag, eine Plattform aus Landwirtschaftskammer, OMV, Wien Energie, Erdgas OÖ, klima.aktiv biogas und der Biomasse-Verband umfangreiche Steuererleichterungen gefordert. Für den Steuerzahler selbst soll das Projekt dankt großflächiger Investitionen kostenneutral sein. Sollte die ÖVP nach der Wahl den Finanzminister stellen, würden all die heute präsentierten Steuerbefreiungen auch umgesetzt, versicherte VP-Abgeordneter Martin Preineder vor Journalisten.

Das benötigte Biogas soll sowohl aus dem In- wie aus dem Ausland kommen. Verwendet werden dafür Acker- wie Gründlandpflanzen, wobei für Biogas-CNG - im Gegensatz zu den anderen Biogasanwendungen wie beispielsweise zum Heizen - auch sehr gut Grünland-Produkte verwendet werden können. Insgesamt sei es möglich, durch Biogas 20 bis 25 Prozent des heimischen Treibstoffverbrauches abzudecken, hieß es. (APA)

unguat
09.08.2006 09:23

hoff die Auswahl an Autos wird in nächster Zeit noch ansteigen.

in Wahrheit gibt es, bis auf Volvo, momentan nur Kleintransporter und Kombi mit Erdgas.

ein Renault Clio, ein Mazda3 oder Honda Civic mit Erdgas betrieben wärn da wünschenswert.

Knicknack
08.08.2006 14:44
Nach den Wahlen ...

sieht das wieder ganz anders aus bzw. war nie so gemeint, wetten?

Aber eigentlich sollten die EU-Bürokraten langsam Vernunft annehmen und statt der Stilllegung von Feldern die Produktion von energieliefernden Pflanzen fördern. Dann wäre die Abhängigkeit vom Öl zumindest etwas geringer.
Öl aus Ölsaaten, Gas und Strom aus Biomasse sowie regional thermische Solarenergie und Windkraft wären die ersten Schritte zu einer umweltfreundlicheren Energieversorgung.
Angenehme Nebeneffekte:
- weniger Abhängigkeit von der Willkür internationaler Spekulanten und Terroristen
- hohe Inlandswertschöpfung (= Arbeitsplätze + Steuereinnahmen)
- ein gutes Gefühl :-)

aylano
08.08.2006 16:14
Nicht zu vergessen ist, dass AFAIK die EU dafür zahlt, dass

die Bauern weniger machen.

letztens wurde geschrieben, dass 10% der Felder brauch liegen.

Um den ganzen Sprit in Österreich mit Bio-Diesel abzudecken, braucht man genau 100% der Österreichischen Felder.

Deshalb überlegt/probiert es mit Elefantengras, was noch mehr Energie/Pro aus der Erde liefern sollte als Raps.

Und das beste an Bio-Sprit ist, dass man es nicht subventionieren muss, da es jetzt schon in Österreich billiger ist als Benzin.

Deshalb will die OMV 30% des Benzin durch Bio-Sprit zu ersetzten. Natürlich nicht um den Preis zu senken sondern um den Profit zu erhöhen, da der ÖL-Preis weiter leitgeben sein wird.

In Brasilien und der USA kostet die Tonne Bio-Sprit mit 300 Dollar halb so viel wie in Europa.

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