Neues "Biogas-GNC" soll 20 bis 25 Prozent des österreichischen Treibstoffverbrauches abdecken
Wien - Die heimische Landwirtschaft und mehrere österreichische Energieversorger wollen bis 2013 rund 100.000 Biogas-Autos in Österreich mit Treibstoff vom Acker versorgen. Dafür sollen 20 Biogasanlagen gebaut werden und über 200 Biogas-Tankstellen bereit stehen. Der Preis des neuen "Biogas-CNG" (Compressed Natural Gas, 80 Prozent Erdgas, 20 Prozent Biogas) soll dank Subventionierung 10 Prozent unter dem Dieseltarif liegen. Derzeit sind lediglich 600 Gasautos in Österreich unterwegs, sie verwenden allerdings noch keine Mischung aus Erdgas und Biogas.
Zur Umsetzung hat heute, Dienstag, eine Plattform aus Landwirtschaftskammer, OMV, Wien Energie, Erdgas OÖ, klima.aktiv biogas und der Biomasse-Verband umfangreiche Steuererleichterungen gefordert. Für den Steuerzahler selbst soll das Projekt dankt großflächiger Investitionen kostenneutral sein. Sollte die ÖVP nach der Wahl den Finanzminister stellen, würden all die heute präsentierten Steuerbefreiungen auch umgesetzt, versicherte VP-Abgeordneter Martin Preineder vor Journalisten.
Das benötigte Biogas soll sowohl aus dem In- wie aus dem Ausland kommen. Verwendet werden dafür Acker- wie Gründlandpflanzen, wobei für Biogas-CNG - im Gegensatz zu den anderen Biogasanwendungen wie beispielsweise zum Heizen - auch sehr gut Grünland-Produkte verwendet werden können. Insgesamt sei es möglich, durch Biogas 20 bis 25 Prozent des heimischen Treibstoffverbrauches abzudecken, hieß es. (APA)