Demonstration für Israel in Wien: "Die Verteidigung verteidigen"

9. August 2006, 20:13
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Dankesrede von Botschafter Ashbel: "Frieden in unserer Region, Frieden für alle, die dort leben"

Wien - Rund 200 Menschen haben sich gestern in der Wiener Innenstadt versammelt, um ihre Solidarität mit Israel mit aktuellen Krieg gegen den Libanon zu bekunden. Simone Dinah Hartmann vom Café Critique, einer prozionistischen-kommunistischen Intellektuellen-Plattform, die die Kundgebung beim Wiener Stock-im-Eisen-Platz organisiert hatte, meinte in ihrer Rede, man sei zusammengekommen, um "die Verteidigung Israels zu verteidigen".

"Die Verteidigung verteidigen"

Da die Mikrofonanlage bei der pro-israelischen Solidaritätsveranstaltung ausfiel, mussten die Reden zuerst ohne jede akustische Verstärkung und später mit dem Megafon gesprochen werden. Hartmann bezeichnete UN-Generalsekretär Kofi Annan als "Anführer einer weltweiten Agentur zur Verteidigung der Palästinenser". Nach ihr sprachen Elisabeth Pittermann, ehemalige Gesundheitsstadträtin der Stadt Wien, und Gerard Scheit, ebenfalls vom Café Critique. Im Zusammenhang mit dem Bombardement eines Wohnhauses in Kana durch die israelische Armee sprach er vom "antisemitischen Bild des Kindermörders", das von den Kritikern halb bewusst strapaziert werde und hinter dem sich "die alten Mordfantasien verbergen".

Ashbel: "Frieden in unserer Region, Frieden für alle, die dort leben"

Weitere Redner waren Nechemja Gang von der "Zionistischen Föderation Österreichs", der Schriftsteller Doran Rabinovici und der israelische Botschafter in Österreich, Dan Ashbel. Der Diplomat bedankte sich bei den Demonstranten für ihr Kommen und sprach von "Frieden in unserer Region, Frieden für alle, die dort leben." Ferner wurde eine Grußbotschaft des Schriftstellers Robert Schindel verlesen. Gegen Ende der Veranstaltung wurde aus dem Brief eines Israelis zitiert, dessen Freund beim Einsatz im Libanon ums Leben gekommen war.

Die Veranstaltung begann gegen 17.00 Uhr und löste sich nach einigen Reden und dem gemeinsamen Singen der Hatikva, der israelischen Hymne, gegen 18.15 Uhr wieder auf. (APA/red)

  • Trotz strömenden Regens nahmen rund 200 Personen einer "Solidaritätskundgebung mit Israel" in der Wiener Innenstadt teil
    herbert pfarrhofer

    Trotz strömenden Regens nahmen rund 200 Personen einer "Solidaritätskundgebung mit Israel" in der Wiener Innenstadt teil

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