ORF-Wahl: Internetbetreiber kritisieren Lindner- und Lorenz-Pläne

17. August 2006, 17:52
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ISPA verurteilt "Streichung" der Online-Direktion

Die Vorhaben in Sachen Online-Direktion, wie sie von Monika Lindner und Wolfgang Lorenz in deren Bewerbungsschreiben um den Chefposten am Küniglberg skizziert werden, stoßen auf heftigen Protest seitens der Österreichischen Internet Service Provider (ISPA). "Dass der Online Bereich für jedes Medienunternehmen immer bedeutsamer wird, ist EU-weit und auch in Österreich unumstritten", - die geplante Streichung der Online-Direktion im ORF sei ein Schritt in die falsche Richtung, kritisierte Michael Eisenriegler von der ISPA am Montag in einer Aussendung.

Integration

Geht es nach Lindners Plänen, so soll die bisherige Online-Direktion in die Hörfunkdirektion integriert werden. Ihr bisher schärfster Konkurrent im Rennen um den ORF-Generaldirektor Lorenz will, dass die Online-Direktion zu einer Stabstelle in der Generaldirektion wird. Nach Meinung der ISPA werde damit ein falsches Zeichen gesetzt. Vielmehr sollte die Online-Direktion "strukturell und personell innerhalb des ORF gestärkt werden, um den Herausforderungen der Zukunft adäquat begegnen zu können," so Georg Chytil, Präsident der ISPA. Die ISPA fordert daher alle Stiftungsräte sowie Medienstaatssekretär Franz Morak auf, alles zu tun, dass es auch in der nächsten Generaldirektionsperiode eine Online-Direktion im ORF gibt.(APA)

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