Sommer 2006 bringt gute Steinobsternte

24. August 2006, 12:43
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Bei Erdbeeren und Himbeeren verzeichnen die heimischen Obstbauern hingegen auf Grund der Frostschäden Einbußen

Wien - Der Sommer 2006 hat den heimischen Obstbauern bisher überdurchschnittliche Erträge bei Steinobst beschert. Bei Erdbeeren und Himbeeren gibt es hingegen auf Grund der Frostschäden in Folge des langen Winters und des nass-kalten Wetters des Frühsommers Einbußen, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Ribisel und Stachelbeeren hatten keine wesentlichen Entwicklungsprobleme.

Kirschen (inklusive Weichseln) erreichten mit 32.100 Tonnen (plus 6 Prozent) ein überdurchschnittliches Ernteergebnis - eine Folge der hohen Blütendichte bei optimalem Blühwetter. Bei Winteräpfeln zeichnet sich mit 344.000 Tonnen (minus 1 Prozent) ein stabiles Ernteergebnis ab. Die Produktion an Winterbirnen dürfte mit 33.800 Tonnen (minus 9 Prozent) nicht nur das Vorjahresaufkommen verfehlen, sondern auch um 28 Prozent unter dem Erntedurchschnitt der vergangenen 10 Jahre liegen.

Erdbeeren und Ribisel

Ananas-Erdbeeren fielen mit 14.500 Tonnen sowohl gegenüber dem Vorjahr (minus 11 Prozent) als auch dem 10-jährigen Erntedurchschnitt (minus 10 Prozent) zurück. Besonders hohe Einbußen wurden mit 4.200 Tonnen (minus 21 Prozent) aus Oberösterreich gemeldet, aber auch in Niederösterreich (5.500 Tonnen, minus 7 Prozent) und der Steiermark (2.700 Tonnen, minus 8 Prozent) war ein deutliches Produktionsminus festzustellen. Mit 12.400 Tonnen (minus 13 Prozent) stammten 86 Prozent der Erdbeeren aus intensiver Produktion.

Ribisel erreichten mit 19.300 Tonnen (minus 1 Prozent) in etwa die Produktion des Vorjahres, wobei an roten und weißen Ribiseln 12.700 Tonnen (minus 1 Prozent) sowie an schwarzen Ribiseln 6.600 t (stabil) eingebracht werden konnten.

Himbeeren aus Erwerbsanlagen gingen heuer auf 900 Tonnen (minus 26 Prozent) zurück, nachdem speziell in Niederösterreich (180 Tonnen, minus 63 Prozent) stärkere Frostschäden aufgetreten sind. Stachelbeeren aus extensivem Anbau konnten hingegen die Produktion auf 1.800 Tonnen (plus 6 Prozent) steigern, wobei der größte Anteil (25 Prozent) aus Oberösterreich stammte.

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