Hundstorfer auf Bundesländertour

1. Oktober 2006, 21:23
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Grüne wollen bei der Wahl Umfragewerte erreichen

Hundstorfer geht auf Tour

Wien - ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer startet am Dienstag zum ersten Mal in seiner neuen Funktion seine Bundesländertour durch heimische Betriebe. In sämtlichen Unternehmen und beim ÖGB ist man bemüht, den Besuch als "Arbeitsmeeting" darzustellen, nicht überall will man auch die Öffentlichkeit zulassen. So gilt etwa bei der Voestalpine in Linz nach wie vor ein "Hausverbot" - allerdings für Journalisten. Als Alternative bietet man eine öffentliche "Diskussion mit Betriebsräten und Vertrauensleuten" im Sportzentrum des SK Voest an. Aus dem Wahlkampf heraushalten will man sich auch bei der "Salzburger Schokolade- und Süßwarenfabrik": "Politik und unser Unternehmen sind strikt zu trennen", heißt es dort. Beim Besuch im ÖGB-eigenen Feriendorf Ossiach in Kärnten sind Journalisten dagegen selbstverständlich eingeladen, sich ein Bild von der See-Idylle samt Besucher Hundstorfer zu machen. (APA)

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Grüne hoffen auf Umfragewerte

Wien - Der grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen wäre "sehr zufrieden, wenn wir bei den Nationalratswahlen annähernd die Umfragewerte" von elf bis 13 Prozent erreichen. Ziel sei jedenfalls ein zweistelliges Ergebnis. Was Koalitionspräferenzen betrifft, will Van der Bellen weiterhin weder Schwarz-Grün noch Rot-Grün bevorzugen. "Naturgemäß wird dann der kleinere Partner auch den Vizekanzler stellen." Inhaltlich bekräftigt der Grünen-Chef die Wahlkampfthemen "Raus aus der Armut", "Energiewende", "Kampf gegen Frauenbenachteiligung" und "Rein in die Bildung". Van der Bellen sprach sich neuerlich für die Abschaffung der Studiengebühren aus. Es sei notwendig, die Studierendenzahl von rund 200.000 um 50 Prozent auf 300.000 zu erhöhen. Die Akademikerquote in Österreich sei im internationalen Vergleich zu niedrig. Und mit Studiengebühren dürfe man den Zugang zur Universität nicht behindern oder gar verhindern. Einer der grünen Schwerpunkte werde auch die Einführung einer Grundsicherung sein. Diese sollte in einer ersten Etappe 800 Euro monatlich zwölfmal im Jahr betragen. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 7.8.2006)

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