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Die Ungarn stellen sich in umgekehrter Reihenfolge vor: dem Nachnamen folgt der Vorname. Wenn sich jemand als Gábor Miklós vorstellt, sollte man ihn als Herr Gábor ansprechen.
Bei Verhandlungen mit Regierungsbeamten ist angemessene Ehrerbietung, Zurückhaltung und Vermeidung von lässigem westlichen Benehmen besonders zielführend. Höfliches Benehmen und der richtige Tonfall kann wahre Wunder bewirken. Nein zu sagen oder jemandem zu widersprechen ist für Ungarn unhöflich - ein Nein wird oft sogar ganz bewusst vermieden. Kein Ja kann durchaus als Nein interpretiert werden, aber auch als "noch nicht entschieden". (Agata Danis, Der Standard, Printausgabe 5./6.8.2006)
Das erinnert mich an die Vorstellrunden in der Volksschule:
Der Pichler Gerhard bin i. Und i bin die Tomaschek Susi. Und wer bist du? Der Jiral Franzi. Und des is mei Haberer, der Nagy Hannes.
Ob solche Nennung (bin 1961er Einschulungsjahrgang) damals noch ein Relikt aus der Monarchie war? Debreziner isst heute ja auch keiner mehr, oder einen Pusztasalat.
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