Verkehrsbüro strukturiert um

31. August 2006, 14:26
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Während sich an der Eigentümerstruktur insgesamt nichts ändert, werden die Bereiche Touristik, Hotellerie und Kulinarik in drei neu gegründete Töchter ausgegliedert

Wien - Österreichs größter Tourismuskonzern, das Österreichische Verkehrsbüro, strukturiert um. Die drei Geschäftsbereiche Touristik, Hotellerie und Kulinarik werden künftig als ausgegliederte Tochterunternehmen unter einer Holding firmieren, sagte Verkehrsbüro-Sprecherin Christa Lausenhammer am Freitag. Die Eigentümerstruktur des Verkehrsbüros bleibe aber unverändert.

"Wir sind überzeugt, mit der neuen Struktur die richtigen Weichen gestellt zu haben, um auch künftig den Erfolg und das Wachstum der Verkehrsbüro Group auszubauen", so Lausenhammer. Vorrangige Ziele der Neuorganisation seien die Schaffung einer übersichtlichen Geschäftsstruktur sowie die Fokussierung der einzelnen Geschäftsbereiche.

Abspaltungen offiziell

Die drei neuen Töchter, die Ende September gegründet werden sollen, firmieren künftig unter Verkehrsbüro-Ruefa Reisen GmbH, Verkehrsbüro Hotellerie GmbH und Verkehrsbüro Kulinarik GmbH. Die Incomingtochter Eurotours International bleibt wie bisher eine eigenständige GmbH. Die entsprechenden Abspaltungen wurden heute im "Amtsblatt" der Wiener Zeitung publik gemacht. Geführt wird das Verkehrsbüro weiterhin von den Vorständen Dieter Toth, Harald Nograsek und Norbert Draskovits, die künftig das Management der Verkehrsbüro Holding stellen.

Vorbereitungen für den Börsegang

Das Verkehrsbüro bereitet sich derzeit auf einen 2008 möglichen Börsegang vor. Der Umsatz der Verkehrsbüro-Gruppe stieg 2005 auf vergleichbarer Basis - inklusive der übernommenen Ruefa-Reisebüros - um 8,4 Prozent auf 827,5 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 10 Prozent auf 20,9 Mio. Euro.

Das Verkehrsbüro gehört zu knapp mehr als 60 Prozent der Bank Austria-nahen AVZ-Stiftung, 31 Prozent hält die Wiener Städtische Versicherung, der Rest befindet sich in Besitz der Stiftung von Toth selbst. (APA)

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    foto: verkehrsbüro
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