Sie lebten wie sie wollten

10. Oktober 2006, 12:34
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Der Friedhofsführer von Rosemarie Köhler begibt sich auf die Spuren bedeutender Frauen in Berlin

Wer kennt schon die Grabstellen von Ulrike Meinhof, Elisabeth von Ardenne, Fanny Hensel oder Hannah Höch? Berlin hat mehr als 200 Friedhöfe und Begräbnisstätten, jedoch keinen zentralen oder speziellen Prominentenfriedhof. Im jüngst erschienen Friedhofsführer von Rosemarie Köhler kann den Spuren mutiger und tapferer Frauen gefolgt werden. Friedshofspläne erleichtern den Besuch ihrer letzten Ruhestätten in Berlin.

Viele der rund 50 porträtierten Frauen haben in der deutschen Hauptstadt gelebt und gearbeitet, einige wurden internationale Stars, manche waren eher lokal bekannt. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass ihr Leben bewegt hat und sie sich in die Erinnerung (und manchmal auch Herzen) zahlreicher Menschen eingeschrieben haben: Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Rahel Varnhagen, Henriette Herz, Minna Cauer, Rosa Luxemburg, Helene Lange ...

Rund um Grabstätten ist mit der Publikation "Sie lebten wie sie wollten" eine spannende Sammlung von Frauenporträts mit zahlreichen Fotos entstanden. Das Register listet weitere Grabstätten bedeutender Frauen und Männer auf.

Die Autorin

Rosemarie Köhler ist Journalistin und war lange in der Berliner Kulturszene aktiv, u.a. an der Akademie der Künste Berlin. Zu ihren Publikationen gehören "Der jüdische Friedhof Schönhauser Allee" sowie vier dokumentarische Nachkriegskochbücher für die Regionen Berlin, Bayern, Sachsen und das Rheinland. Sie lebt in Berlin und führt dort sowie in Potsdam regelmäßig kunsthistorische Stadt-, Park- und Friedhofsführungen durch.

Sie lebten wie sie wollten
Berliner Friedhofsspaziergänge zu Grabstätten außergewöhnlicher Frauen
Rosemarie Köhler
Orlanda Verlag
2006, 199 Seiten, € 18
ISBN: 3-936937-39-7
  • Artikelbild
    foto: orlanda verlag
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