Studie: Männer richten ihre Stimmlage danach aus, wie "mächtig" sie ihr Gegenüber wahrnehmen - bei "Schwächeren" wird die Stimme tiefer
Wien/Washington - Männer verhalten sich wie Hunde -
zumindest, wenn es um Dominanz- und Unterwürfigkeitsgesten gegenüber
ihren Geschlechtsgenossen geht. Wie eine in dem US-Magazin Journal "Evolution and Human Behavior" veröffentlichte
Studie belegt, verändert sich die Stimmlage je nachdem, wie "mächtig"
man sein Gegenüber wahrnimmt.
Männer reagieren bei als weniger dominant wahrgenommen Männern
damit, dass ihre Stimme tiefer wird. Bei überlegenen Rivalen wird die
Stimmelage hingegen höher, so das Ergebnis von Wissenschaftern rund
um David Puts von der "University Of Pittsburg".
Grollen und Jaulen
Dieses Phänomen beobachten die Wissenschafter vor allem bei
Hunden: Diese reagieren mit Grollen, wenn sie die Chance auf einen
erfolgreichen Kampf wittern und jaulen unterwürfig, wenn sie
fürchten, bei einer Auseinandersetzung den Kürzeren zu ziehen. "Wie
das Jaulen eines Hundes ist das Heben der Stimmlage ein unbewusstes
Signal, um dem dominanteren Mann, seine Unterwürfigkeit zu zeigen",
sagte Puts.
Für die Studie mussten sich 111 männliche Studenten mit einem
Rivalen um eine Verabredung mit einer Frau buhlen.
Vor und nach dem Zusammentreffen mit dem "Mitbewerber" mussten sie
eine Textpassage vorlesen, wobei ihre Stimmlage gemessen wurde.
Danach wurden die Teilnehmer befragt, ob sie sich hinsichtlich des
sozialen Status oder der physischen Erscheinung ihres Konkurrenten
unterlegen oder überlegen fühlten. (APA)