Hollywoodstudios wollen Brennen auf DVDs verhindern

9. Juli 2007, 11:32
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CSS-Verschlüsselungsstandard setzt auf höhere Sicherheitsfunktionen - Implementierungen von Download-and-Burn-Angeboten steht noch aus

Hollywood-Studios und Technikunternehmen wollen nun das Brennen aus dem Netz legal geladener Filme mit dem CSS-Verschlüsselungsstandard für DVDs absichern. Das Content Scrambling System (CSS) soll die problemlose Nutzung der selbst gebrannten DVDs auf allen Abspielgeräten gewährleisten, berichtet das Branchenportal Video Business.

Zeitdruck

Eigentlich hätten die Hollywoodstudios auf höhere Sicherheitsfunktionen in den Download-and-Burn-Diensten gesetzt als sie CSS bietet, doch die Entwicklung eines konkreten Verfahrens hätte vermutlich noch Monate oder Jahre gedauert. So seien verbesserte Formen der CSS-Authentifikationsmethode sowie eine Funktion zum Erkennen von Wasserzeichen im Videomaterial, mit denen Originale von illegalen Kopien unterschieden werden können, geplant gewesen. Den Anbietern vieler Film-Download-Dienste war es dennoch wichtig, so bald als möglich ihren Kunden das Brennen der entstandenen Videos auf DVD zu ermöglichen.

Kompatibilität

Katrin Brunner, Geschäftsführerin von in2movies, betont, dass es besonders wichtig sei, Filme auf DVDs zu brennen und auf handelsüblichen DVD-Playern abspielen zu können. "Beim Brennen der Filme auf DVD ist zu bedenken, dass die Filme jeweils in das DVD-Format umgewandelt werden müssen, was Qualitätseinbußen mit sich bringt", so Brunner. Bei entsprechenden Verfahren, die keinen Qualitätsverlust zulassen, sei das Unternehmen gewillt, diese Möglichkeiten ebenfalls anzubieten. Darüber hinaus würde von in2Movies auch an anderen Wegen gearbeitet werden, Filme einfach auf dem TV-Gerät ansehen zu können. "Wir arbeiten beispielsweise mit Intel daran, die Filme ohne den Umweg über den DVD-Player auf den Fernseher zu bekommen. Dies kann schon heute über eine Funkverbindung realisiert werden", so Brunner.

Absegnug steht noch aus

Kommerzielle Implementierungen von Download-and-Burn-Angeboten dürften innerhalb der verschiedenen Branchen noch einige Monate auf sich warten lassen. So muss das Verfahren noch von der DVD Copy Control Association und dem DVD-Forum abgesegnet werden. Bis dahin baut die Branche darauf, dass etwa der rechtliche Schutz technischer Kopierschutzverfahren Nutzer vom illegalen Brennen abhält. (pte)

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