Silber für Markus Rogan

21. August 2006, 10:57
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Österreicher in Budapest über 100 m Rücken Zwei­ter hinter dem Russen Wjatschanin - Nadarajah ohne Chance auf Medaille

Wien - Markus Rogan gewann am Dienstag bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest über 100 m Rücken Silber. In neuer österreichischer Rekordzeit von 54,07 Sekunden musste sich der Wiener nur dem Russen Arkadij Wjatschanin, der mit 53,50 EM-Rekord markierte, geschlagen geben. Der Ex-Europarekordler hatte schon im Semifinale die beste Zeit hingelegt. Es ist dies nach Berlin 2002 und Madrid 2004 bereits der dritte Vize-EM-Titel über diese Strecke, insgesamt hat Rogan nun 20 Medaillen bei internationalen Bewerben gewonnen.

Bronze ging an den Griechen Grigoriadis Aristeidis (54,34), Top-Favorit Helge Meeuw (54,59) aus Deutschland musste sich mit einem enttäuschenden siebenten Platz bescheiden. Der 22-jährige Wjatschanin blieb mit seinem EM-Rekord nur 4/100 über dem Europarekord Meeuws.

Wenige Minuten später kam Fabienne Nadarajah über die Distanz von 50 m Delfin auf Platz fünf. Den Sieg holte sich die Schwedin Therese Alshammar. Die 21-Jährige Nadarajah schlug in 26,79 Sekunden an und schaffte ihr bisher bestes Resultat bei einer Langbahn-EM. Hinter der überlegenen Siegerin Alshammar (26,06) belegte Landsfrau Anna-Karin Kammerling (26,23) Platz zwei vor der Niederländerin Chantal Groot (26,49). "Es ist kein Formproblem. Beim Training ist es mir noch relativ gut gegangen. Aber beim Rennen war es nicht so wie bei Wettkämpfen davor", rätselte Nadarajah nach ihrem Auftritt ein bisschen.

Positiver resümierte Rogan: "Mit meinem Rennen bin ich sehr zufrieden. Das war die bisher beste Leistung meiner Karriere. Aber nur bis Samstag, denn da werde ich über 200 m Rücken noch besser schwimmen. Bei mir hat es zwar nicht ganz zu einer Zeit unter 54 Sekunden gereicht, aber das hole ich bei der WM nach. Dass diese Medaille wieder Silber ist, passt irgendwie zu mir." Der Wiener hatte - wie üblich langsam angehend - zur Halbdistanz des Endlaufs noch als Letzter gewendet, arbeitete er sich auf der zweiten Länge aber nach vorne.

Erst Jukic, dann Abbruch

Der 17-Jährige Dinko Jukic schied im Semifinale über 200 m Lagen aus. Bei seinem ersten internationalen Großereignis verbesserte der Wiener seinen österreichischen Junioren-Rekord vom Vormittag in 2:04,68 Minuten um weitere neun Hundertstel und wurde Gesamt-15. Wenig später brach ein derart heftiges Gewitter über die ungarische Hauptstadt herein, dass dass die restlichen Entscheidungen des Tages auf Mittwoch verlegt werden mussten.

Die noch für Dienstagabend angesetzten Halbfinali (mit Domonik Koll und David Brandl über 200 m Kraul) sollen nun am Mittwoch nach der Vorlauf-Session am Vormitttag nachgeholt werden. Außerdem wird in der Finalsession am Mittwochabend noch der Endlauf über 200 m Rücken der Frauen ausgetragen. (red)

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    Goldfisch Wjatschanin jubiliert, Markus Rogan applaudiert. Ob sich selbst oder dem siegreichen Russen, muss dahingestellt bleiben.

  • Über 50 m Delfin eine Klasse für sich: Therese Alshammar.
    foto: reuers/rattay

    Über 50 m Delfin eine Klasse für sich: Therese Alshammar.

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