
Die Reaktion der "Obersteirischen Nachrichten" auf die Kritik: "Sie tun mir echt Leid, da sie als Kind wahrscheinlich schwer krank waren und daher längere Zeit in der Schule gefehlt haben dürfen".
"Neger versuchte Pensionistin zu vergewaltigen: Gegen 12:50 drangen gellende Schreie der 83-jährigen Juliana W., die sich nach einem Schlaganfall nur im Rollstuhl fortbewegen kann, durch das Haus Hauptstraße 37. Ein Afrikaner war durch das offene Küchenfenster in die im Parterre gelegene Wohnung eingestiegen. Anschließend warf er die völlig hilflose Frau im Vorzimmer auf den Boden, entkleidete sie und wollte offensichtlich einen Geschlechtsverkehr vollziehen." Auch eine Personenbeschreibung hat der Redakteur parat: "Ein Neger, ca. 25-35 Jahre alt, ca. 170-180 cm groß, schlank, eher schmale Lippen, kein Bart und keine besonderen Merkmale."
Beschwerde wegen Rassismus
Wlasak wandte sich per Email an die Obersteirischen Nachrichten, um gegen den Gebrauch des rassistischen Ausdruckes "Neger" zu protestieren: "Auch wenn es sich bei dem Vorfall um ein schlimmes Verbrechen handelt, kann man sich als Leser dennoch eine objektive, sachliche und politisch korrekte Beschreibung des Ereignisses erwarten", so die Studentin in ihrer Beschwerde. "Des weiteren frage ich mich, ob Sie österreichische Straftäter auch als bleichgesichtig mit typisch schmalen Lippen bezeichnen?"
Die Obersteirischen Nachrichten waren um eine Reaktion nicht verlegen, und veröffentlichten in ihrer Ausgabe vom 28. Juli ungefragt das Beschwerdemail samt einer rüden Antwort:
"Sehr geehrte Frau Wlasak!
Lieber Gutmensch!
Sie tun mir echt Leid, da sie als Kind wahrscheinlich schwer krank waren und daher längere Zeit in der Schule gefehlt haben dürfen. Ein Neger (abgeleitet von der wissenschaftlichen Apostophierung 'negrid' oder 'negroid') ist nicht eine rassistisch minderwertige Bezeichnung eines Menschen schwarzer Hautfarbe. Sie dürften aus Unwissenheit Nigger mit Neger verwechseln. Aber machen sie sich nichts daraus, denn nobody is perfect. Ein Neger (dabei kann es sich um einen Afrikaner oder aber auch Amerikaner handeln, keinesfalls aber um einen Eskimo! Pardon, um nicht wieder unkorrekt u sein, natürlich Inuit), ca. 180 cm groß, schlank mit schmalen Lippen, so heißt es eben in der Fahndungsbeschreibung der Polizei. Und überhaupt zwängt sich in mir der fürchterliche Verdacht auf, dass sie als Gutmensch dem Täter, einem Neger eben (oder einigen wir uns auf Mohr), mehr Sympathie entgegenbringen, als jener querschnittgelähmten Frau, welche 'ihr smoothly' Afrikaner zu vergewaltigen versucht hat.
Liebe Frau Wlasak! Sollten sie weiter Löcher in ihrem offensichtlich zartem Allgemeinwissen zu stopfen haben, scheuen sie sich nicht und schreiben mir, einem schmallippigen und bleichgesichtigen Reporter!"
Presseförderung
Beim Dokumentationsarchiv gibt man an, die "Obersteirischen Nachrichten" schon seit längerer Zeit zu beobachten. Vor allem in einer Kolumne namens "Kropfjodler" seien immer wieder antisemitische, sexistische und rassistische Anspielungen aufgetaucht. Besonders pikant daran: Laut Kommunikationsbehörde Austria lukrierte das Wochenblatt im Jahr 2005 9.700 Euro an Presseförderung. Ob die Förderung auch 2006 wieder zuerkannt wird, ist noch nicht entschieden. (az)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy! Ja ich denke auch das die Dame ihn so beschrieben haben kann, das jedoch keine Entschuldigung für ein möglichst objektiv publizierendes Medium (zumindest ist das die Aufgabe eines Reporters, wie sich der Herr selbst bezeichnet). In einem Zitat aus dem Polizeibericht wäre also "Neger" akzeptabel, jedoch nicht im Laufe des Berichtes. Hier ist eine Umschreibung vorzuziehen: vielleicht: "Mann schwarzer Hautfarbe"
und wie der "schwarze" mit der alten dame umgegangen ist, interessiert hier niemanden????
die dame war nach einem schlaganfall im rollstuhl und der "schwarze" versucht sie zu vergewaltigen!
warum regt sich hier niemand auf und stellt sich auf die seite der alten dame?????? komisches politisches verständnis - darauf kann ich gern verzichten!
dachte ich mir "Oh Gott, schon wiéder so eine Diskussion über politische Korrektheit"; Beim Lesen der Antwort der OÖ zeigt sich jedoch, dass der Begriff nicht unwissentlich oder fahrlässig verwendet wurde, sondern offenbar der latente Rassismus durchaus Absicht ist.
vielleicht liegt das sprachproblem darin begründet, das der werte vergewaltiger einfach nicht so aussah, wie 95% der hierzulande ansässigen nicht-vergewaltiger ?
da der werte herr noch dazu zum zeitpunkt der drucklegung noch gesucht wurde, war ein hinweis auf seine hautfarbe jedenfalls durchaus sinnvoll.
nebenbei: neger ist vielleicht gerne so gesehen, aber eigentlich nicht pejorativ. aber man kann sich ja bekanntermassen über alles aufregen ( hätte die zeitung "afro-amerikaner" geschrieben, hätten sie damit im endeffekt genauso wenig ausgesagt - bestenfalls hätten sich die zwei länder aufregen können).
Umso trauriger, wenn diese Pamphlete dann noch Fuersprecher fuer ihre gute Sache finden, die so Schwachsinnigkeiten wie Afro-Amerikaner erfinden. Nebenbei darf ich Ihnen das Studium einer Landkarte des afrikanischen Kontinents nahelegen, damit auch Sie zur Einsicht gelangen koennen, dass Afrika ein Kontinent ist und kein Land und Amerika sich nicht auf die USA beschraenkt. Kein Brasilianer wurde sich als Afro-Amerikaner bezeichnen.
So bleibt es, was es immer war: kurzsichtig, dumm (wie in ungebildet), und ewig gestig. Und nebenbei sei noch erwaehnt, dass derartige Kleinhirne durchaus in der Lage sind, geistiges Potential aus dem Land zu vertreiben, wie mein Lebensweg beispielhaft demonstriert. Viel Spass im Morast der Dummheit.
sie schreiben in rätseln, und doch sind sie so zufrieden, aus dem morast in den abort gewechselt zu haben...
1, "der potentielle vergewaltiger" - nun was ? es gab eine straftat, ergo gibt es einen schuldigen. wenn der schuldige schwarz war, dann ist es nunmal so.
oder wollen sie mittels "unschuldsvermutung" den kreis der verdächtigen auf 8 mio landesbürger ausweiten ? lachhaft.
2, kennen sie viele kontinente, die sich politisch engagieren ? man spricht da doch eher von land oder länderbund, es gibt schliesslich einen gewissen herrn, der die us von a vertritt - und nicht einen teilkontinent.
3, behaupten,als geistiges potential vertrieben worden zu sein,können sie. ohne genauere angaben ist das aber nicht mal die halbe miete.
salut
ad3: das studium der aktuelleren, soziologischen Studien zum Thema wird Ihnen bestätigen, dass die Gebildeten und Besserverdiener eher bereit sind zu reisen (und wegzuziehen) als die schlecht Ausgebildeten und Schlechterverdiener.
Erstaunlicherweise rufen auch Künstler und Intellektuelle regelmäßig zum Auswandern auf, wenn was im Staate stinkt...
Der einfache Mann (oder die einfache Frau) interessiert das nicht, das Kasperltheater im Parlament wird's schon richten. Und solange Panem et Circenses das staatliche Fernsehen befüllen, stimmt die Welt und der Stammtisch auch noch.
Ich entziehe mich Ihrem Urteil, da der Schmiedl nicht den Schmied belehrt, ebensowenig interessiert mich Ihr Urteil zu irgendetwas, geschweige denn zu mir.
detto.
ich will ihnen nicht die zerstörung ihres weltbildes antun, also wünsche ich ein schönes wochenende und den seelenfrieden.
salut
p.s.: es gibt durchaus nicht allzu blöde leutchen, die gerade als kleine künstler ein bescheidenes leben führen; die sind allerdings nicht so vermessen, nach eigenem massstab mit dem kurvenlineal andere zu bemessen. vielleicht wären die ein bespiel für den werten schmied ?
Werte Chelene Chirsch, ich hatte nicht mit einer Antwort gerechnet, werde Ihre aber doch einer ebensolchen würdigen.
ad1: "der potentielle Vergewaltiger" hat scheinbar nicht vergewaltigt, sonst wär er kein "potentieller" und es wäre nicht von "wollte" die Rede gewesen. Eine querschnittsgelähmte Frau wird wohl auch nicht allzuviel Widerstand leisten, was also auf einen mißglückten Versuch oder eben keinen Versuch hindeutet. Bliebe dann noch der Hausfriedensbruch als Tatbestand.
ad2: nein, ich kenne keine Kontinente, die sich engagieren. Die meisten, die ich aufsuchte lagen landschaftlich interessant einfach so da und taten nichts, außer ein bisschen mit der Tektonik zu driften. Tatsächtlich sind die USA ein Teil des Kontinents. Gut erkannt.
Es gibt kein Sprachproblem.
Der potentielle Vergewaltiger (Unschuldsvermutung gilt fuer alle!), sieht nie wie alle anderen aus. Er ist Zigeuner, Tschetschene, Neger, Eskimo oder in Ostafrika Muthungu (gleichwertig dem Neger, nur eben weiss, also dumm, unhygienisch, weiss, tollpatschig, unrythmisch, unmusikalisch, unbeweglich, taenzerisch unbegabt). Gerade diese Verallgemeinerungen treiben einen Keil zwischen sonst gleiche Menschen, indem versucht wird demagogisch ein "wir" zu erzeugen, das im Gegensatz zum "die anderen" sich durch alle positiven Projektionen abhebt. Dies ist Unsinn. Vergewaltiger gibt es ueberall, Verbrecher, Moerder und Deppen detto. Traurig, wenn letztere Schandpamphlete verbreiten duerfen.
Nach einer erneuten derartigen Attacke wurde ein Nigerianer mit Abwehrverletzungen in einem obersteirischen Flüchtlingsheim ausgeforscht.
Derzeit wird überprüft, ob er auch für den hier gegenständlichen Überfall in Frage kommt.
Die überfallene Pensionistin soll im Original "a so a Murl, a schwarzer" gesagt haben.
Ist die jetzt auch Rassistin??
leider haben die nichtmal noch eine website:
http://www.obersteirische-nachrichten.at/
hat jemand eine email-adresse von denen? zeigt civilcourage und schreibt protestmails gegen deren verhalten, die politologien so an den pranger zu stellen.
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