Bargeldlos bezahlen liegt im Trend

17. Oktober 2006, 21:32
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Plastikgeld findet hohe Akzeptanz - Handel freut sich über "Spontanumsätze"

Die Österreicher haben sich in den vergangenen Jahren an das Bezahlen mit "Plastikgeld"gewöhnt. Was 1987, als die ersten Bankomatkassen installiert wurden, noch umstritten war, ist heute zur Selbstverständlichkeit geworden: der Einsatz von Kredit-, Bankomat-, Quick- bzw. neuerdings auch Debitkarten.

Mittlerweile sind alleine 6,7 Millionen Maestro-Bankomatkarten im Umlauf, die an rund 83.000 Bankomatkassen verwendet werden können. Damit befindet sich in fast jeder heimischen Geldbörse zumindest eine Plastikkarte.

Vor allem in den vergangenen fünf Jahren konnte Plastikgeld einen Siegeszug antreten. Im Zeitraum 2000 bis 2005 erhöhten sich die Transaktionen bei der Kreditkarte MasterCard um 48 Prozent, bei Maestro/Bankomat waren es um 170 Prozent mehr und bei der elektronischen Geldbörse Quick gar um 610 Prozent.

Umsätze steigen

Die Umsätze wuchsen in diesem Zeitraum um 42 Prozent bei der MasterCard. Die Maestro-Umsätze legten um 145 Prozent zu und die Quick-Umsätze stiegen um 780 Prozent. Dieser positive Trend setzte sich auch in der ersten Jahreshälfte 2006 fort. Bei der Kreditkarte MasterCard stiegen die Transaktionen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 um 7,8 Prozent auf 16,7 Millionen, der damit getätigte Umsatz erhöhte sich um 10,5 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro.

Bei der Maestro-Bankomatkarte wuchs die Zahl der Einkäufe um 12,2 Prozent auf 115 Millionen, der Umsatz um 11,6 Prozent auf 5,83 Mrd. Euro. Die elektronische Geldbörse wurde fast zwölf Millionen Mal eingesetzt, das ist laut Europay Austria ein Plus von zwölf Prozent. Bezahlt wurden mit Quick 66,5 Mio. Euro. Für die zweite Jahreshälfte wird eine ähnlich steigende Tendenz wie im ersten Halbjahr erwartet.

Hohe Nachfrage

Bei einer von Europay Austria im April 2005 durchgeführten Umfrage gaben 37 Prozent der befragten Vertragspartner im Bereich Klein- und Mittelbetriebe an, die hohe Nachfrage der Kunden war Beweggrund für die Anschaffung einer Bankomatkasse.

Die Intallation eines Terminals für bargeldlose Zahlungen mache sich nämlich auch bei den Handelsumsätzen bemerkbar. Umsatzsteigerungen durch Spontankäufe seien eine "erfreuliche Begleiterscheinung"und ermuntere auch kleinere Geschäfte für eine Bankomatkasse. (Bettina Pfluger/DER STANDARD-Printausgabe, 01.08.2006)

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