Blair und Schwarzenegger umgehen Bush

31. Juli 2006, 16:18
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Großbritannien und Kalifornien planen transatlantische Zusammenarbeit in Sachen Emissionshandel

Washington - Im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung planen Großbritannien und Kalifornien eine transatlantische Zusammenarbeit. Der britische Premierminister Tony Blair und Gouverneur Arnold Schwarzenegger wollen einen gemeinsamen Markt für den Handel mit Treibhausgasen schaffen, wie die Nachrichtenagentur Associated Press am Montag erfuhr. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush, die das Kyoto-Protokoll ablehnt, soll dabei umgangen werden.

Blair und Schwarzenegger wollten ihren Vorstoß am späteren Montag in Los Angeles vorstellen, wie aus britischen Kreisen verlautete. Einen Emissionshandel gibt es bereits in Europa. Stromversorger und Industrieunternehmen dürfen nur dann das bei Verbrennung entstehende Kohlendioxid (CO2) emittieren, wenn sie die dafür erforderlichen Zertifikate besitzen. Stößt eine Anlage mehr CO2 aus als vorgesehen, müssen Verschmutzungsrechte zugekauft werden, wird weniger in die Luft geblasen, können Zertifikate verkauft werden. Kanada und einige Staaten im Osten der USA planen ähnliche Programme.

Ein Hauptziel des britisch-kalifornischen Vorstoßes ist die Eindämmung der Verkehrsemissionen. In Kalifornien machen diese 41 Prozent aller Treibhausgase aus. Der US-Bundesstaat ist der weltweit zwölftgrößte Produzent von Treibhausgasen. Schwarzenegger will die Emissionen bis 2010 auf das Niveau des Jahres 2000 drücken. (APA/AP)

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