2007 wird Mehrangebot an Arbeitsplätzen wieder geringer

31. Juli 2006, 14:15
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Was Marktforscher Jugendlichen mit auf den Berufsweg geben, ist der Rat zur Ausbildung und Weiterqualifikation

Eisenstadt - Noch immer sind es die traditionellen Branchen, Handel und Büro bei den Mädchen und Bauwesen und Metallverarbeitung bei den Burschen, in denen die burgenländische Jugend landet. Was man Jugendlichen mit auf den Berufsweg geben kann ist der Rat zur Ausbildung und Weiterqualifikation, erklärte Roland Löffler vom Marktforschungsinstitut Synthesis heute, Montag, in Eisenstadt bei der Präsentation einer Studie über den Ersteinstieg am burgenländischen Arbeitsmarkt. Jung-Arbeitnehmern wird darin auch eine hohe Mobilität bescheinigt.

Synthesis untersuchte den Berufseinstieg des Geburtenjahrganges 1980. Im Vorjahr waren diese Mädchen und Burschen 25, ein Alter bis zu dem in der Regel der Berufseinstieg erfolgt sei und sie auch beim Arbeitsmarktservice (AMS) in das Kriterium "Jugend" fallen.

Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung

Gezeigt habe sich bei der Datenanalyse, dass Personen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, ein erhöhtes Risiko haben, arbeitslos zu werden. Löffler rät deshalb, eine Qualifikation zu erwerben. "Was man Jugendlichen mitgeben muss ist: Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung und die Bereitschaft, sich weiter zu qualifizieren oder einen anderen Beruf zu erlernen", so der Studienautor.

Untersucht wurde der Jahrgang 1980 - "Bei späteren Geburtenjahrgängen wird der Ersteinstieg aber sicher nicht einfacher werden", meinte Löffler. Auch werde das Mehrangebot an Arbeitsplätzen ab 2007 wieder geringer werden und der "Kampf" um die Stellen wieder härter - "und da haben es Ersteinsteiger und solche mit geringerer Qualifikation schwerer".

Hohe Branchenmobilität

Interessant sei, dass unter jenen jungen Leuten, die eine Lehre abgeschlossen haben, im Jahr 2005 nur noch drei Prozent in dem Betrieb gearbeitet haben, wo sie ausgebildet wurden. 40 Prozent waren in der gleichen Branche beschäftigt. Österreichweit sei die Branchenmobilität noch größer, so Löffler.

Auch für Akademiker sei der Einstieg nicht mehr so einfach wie früher, gibt Löffler zu bedenken. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Unterschied im "Lebenseinkommen" der Akademiker im Vergleich zu Maturanten, die beispielsweise fünf Jahre früher ins Berufsleben starten, nicht mehr "einzuholen" sei. Im Burgenland liegt der Anteil der Studienabsolventen bei weniger als zehn Prozent. (APA)

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    Nicht überraschen: Personen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, haben ein erhöhtes Risiko, arbeitslos zu werden.

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